TuS Ferndorf stürmt Großwallstadt und bleibt 2026 ungeschlagen

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(wS/red) Kreuztal, 02.03.2026 | Blitzstart, Bollwerk, Big Points!

TV Großwallstadt – TuS Ferndorf 27:31 (11:15)

Traumstart-Ziel-Sieg in der Untermainhalle

Was für ein Statement! Der TuS Ferndorf gewinnt beim TV Großwallstadt hochverdient mit 31:27 (15:11) – und das nach einem Auftritt, der über weite Strecken an eine Spitzenmannschaft erinnerte. 1.467 Zuschauer sahen eine Ferndorfer Mannschaft, die von Beginn an den Ton angab.


0:6 nach sechs Minuten – Ferndorf zündet den Turbo

Sechs Minuten gespielt, 0:6 auf der Anzeigetafel. Der TuS legte los wie die Feuerwehr. Aggressiv in der Abwehr, eiskalt im Abschluss und mit genau dem Tempospiel, das Coach Ceven Klatt zuletzt eingefordert hatte. Endlich einfache Tore, endlich erfolgreiche Gegenstöße, all das, was in der Vergangenheit fehlte, wurde diesmal konsequent geliefert.


Abwehr-Monster und ein Keeper im Rausch

Über 50 Minuten lang stellte Ferndorf eine bärenstarke Defensive. Dahinter wuchs Can Adanir zum Turm in der Schlacht: 11 Paraden offiziell, Trainer Klatt hatte sogar 14 notiert. Was der Schlussmann entschärfte, zog dem TVG ein ums andere Mal den Zahn.

In der zweiten Halbzeit leistete sich der TuS gerade einmal drei technische Fehler und drei Fehlwürfe, Werte, die man so in dieser Saison noch nicht gesehen hatte. Kein Zittern, kein Einbruch, kein Nervenspiel.


Hideg dirigiert, Michel trifft, Servos überzeugt

Im Rückraum zog Daniel Hideg die Fäden wie ein echter Spielmacher. Drei Tore, acht Assists und die Rolle des Dirigenten, die einst Janko Kevic innehatte, scheint nun endgültig neu vergeben!?

Am Kreis dominierte der ganz starke Mattis Michel mit sieben Treffern, bei 100 Prozent Trefferquote. Ebenfalls makellos blieb Josip Eres. Besser geht es nicht – Chapeau!

Neuzugang Sören Servos nutzte seine viele Einsatzzeit für sechs wichtige Tore (bei zehn Versuchen) und zeigt, wie schnell er sich integriert hat. Auch Finn Scharnweber übernahm nach der umstrittenen Roten Karte gegen Eres Verantwortung, ohne dass ein Bruch durchs Spiel ging.


Rote Karte, kurze Spannung – dann wieder Ferndorfer Kontrolle

Beim Stand von 8:10 keimte kurz Hoffnung beim TVG auf. Doch selbst die Rote Karte gegen Eres brachte Ferndorf nicht aus dem Konzept. Zwei Minuten später folgte eine Hinausstellung auf Großwallstädter Seite nach einem Foul an Julius Fanger, ausgleichende Gerechtigkeit. Mit 15:11 ging es in die Kabine.


18:27 – Machtdemonstration statt Nervenschlacht

Als in der 46. Minute das 18:27 fiel, schien ein Debakel für den TVG möglich. Am Ende wurde es „nur“ ein 31:27, weil Ferndorf die Zügel etwas lockerte. Vielleicht fehlten bei dem hohen Tempo auch ein paar Körner. Doch gefährdet war der Sieg nie.

Großwallstadt musste anerkennen: Gegen diesen TuS war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.


Ungeschlagen seit Rückrundenbeginn – Ferndorf im Flow

Mit diesem Erfolg bleibt der TuS Ferndorf seit Beginn der Rückrunde ungeschlagen. Eine beeindruckende Serie, die das neu gewonnene Selbstverständnis der Mannschaft unterstreicht. Lediglich das Wiederholungsspiel gegen den VfL Eintracht Hagen steht noch aus – die Chance also, die Serie weiter auszubauen.


Lautstarke Unterstützung und ein kleines Trommel-Omen

Für Gänsehaut sorgten auch die mitgereisten Fans, allen voran die „Brigade C“ und die „Ferndorfer Füchse“, deren Trommeln die Untermainhalle zum Beben brachten. Vor dem Spiel wurde noch gescherzt, weil die Trommeln diesmal „nach unten“ platziert werden mussten. Der Spruch „Trommeln nach unten und wir gewinnen“ sorgte nach Abpfiff für ein breites Grinsen.

Zufall? Vielleicht. Aber ein schönes Detail eines rundum gelungenen Abends.


Fazit: Ein Auftritt mit Ausrufezeichen

Starke Abwehr. Überragender Torhüter. Hohe Effizienz. Kaum Fehler. Viele einfache Tore.
Und vor allem: absolute Kontrolle. Der TuS Ferndorf präsentierte sich in Großwallstadt wie eine Mannschaft mit breiter Brust und mit Ambitionen. So spielt ein Team, das weiß, was es will.

Tabellenstand: Platz 12 mit 18:26 Punkten und einem Torverhältnis von 620:624 (-4)

Tor: Can Adanir 11 Paraden (14 Paraden?)

Torschützen: Mattis Michel 7, Sören Servos 6, Josip Eres 4/1, Daniel Hideg 3, Marvin Mundus 3/2, Hammpus Dahlgren und Valentino Duvancic je 2, Finn Scharnweber und Gabriel Viana je 1

Bericht: Peter Trojak/KI

Bilder/Collage: Andreas Domian

Pressekonferenz unter nachfolgendem Link.

https://studio.youtube.com/video/ujz6M9k4ylc/edit

CAN ADANIR: Ich habe vorhin schon gesagt, es ist glaube ich, das Erste Mal, wo ich 5 Minuten vor Spielende sagen kann „OK das Ding ist jetzt gewonnen, denn bei uns steht ja fast jedes Spiel auf Messers Schneide und so ist es schön, auch einmal so einen Sieg einzufahren. Wir haben schon vor dem Spiel in der Kabine darüber gesprochen, dass die Anfangsphase sehr wichtig sein wird, weil in so einer englischen Woche die Kräfte dann irgendwann schwinden.

CEVEN KLATT im Interview mit wirSiegen:

Wir verlieren die letzten Minuten mit 5:1, das ist schon ein bisschen zu deutlich, die letzten 10 Minuten mit 8:4. Ich wollte jetzt Mattis und Daniel aber auch nicht wieder rausschicken, das Spiel war ja auch schon entschieden, aber das war auch was, wo wir noch raus lernen können. So ein Spiel können wir höher gewinnen, aber ich bin heute völlig zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Auf Julius Fangers derzeitiger Leistung angesprochen sagte er: Julius setzt sich selber sehr unter Druck, mit jeder Situation etwas besonderes machen zu wollen. Für Julius wird es wichtig sein, die einfachen und klaren Dinge, in denen er immer gut aussieht wieder zu machen. Wenn er dann versucht, etwas besonderes zu machen, denkt er zuviel nach, verkrampft dann, macht Fehler oder ist zu hastig und macht dann Fehler. Da müssen wir schauen, dass er da wieder ein bisschen lockerer wird und die Dinge wieder macht, die ihn eigentlich stark machen.

Zu Mattis Michel: Er machte ein überragendes Spiel, vorne die 7 Toren mit einer blitzsauberen Quote von 100 %. Gefühlt hat der Torwart nie gewusst, wo der Ball überhaupt hingeht. Er hat hinten ganz, ganz stark verteidigt, für mich der Spieler des Spiels.

Wenn wir in den Spielen 2 bis 3 Paraden mehr haben, macht das schon viel aus, wenn wir z.B. 7 Spiele mit 1 Tor verlieren, haben aber 2 bis 3 Paraden mehr, gewinnen wir diese 7 Spiele. Ich freue mich für die Jungs, ich habe auch selten in der 2. Liga ein Spiel gehabt, wo wir in der Art und Weise einen Start/Ziel-Sieg machen, dass du im Prinzip in der 40. Minute weißt, heute gewinnt der TuS Ferndorf, das war cool. Die Attitüde, die wir heute an den Tag gelegt haben, um dieses Spiel so zu bestreiten, weil, es unheimlich schwer ist in der englischen Woche, aber wir waren heute die Mannschaft, die das mehr wollte und zwar von Anfang an.

Zum Schluss noch die Aussage von Can Adanir bei DYN zum TuS Ferndorf, sie geht runter wie Öl:

ICH BIN JETZT FERNDORFER und die haben mich überragend aufgenommen, auch diese Fans, die uns immer unterstützen. Das bedeutet mir auch sehr, sehr viel und deswegen war es jetzt heute für mich gar nicht so schwierig, denn ich wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen. Ich habe meinen Vertrag bis 2028 verlängert, weil es mir hier so gut gefällt.

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