(wS/rsv) Kreuztal 10.07.2026 | Die Challenge Roth 2026 ist Geschichte – und was für eine: Während der Franzose Sam Laidlow an der Spitze des Feldes mit einer neuen Weltbestzeit für Schlagzeilen sorgte, schrieb auch Kai Eling vom RSV Osthelden seine ganz persönliche Roth-Geschichte. Bei seinem Debüt über die Langdistanz absolvierte der heimische Triathlet die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathon in starken 9:19:36 Stunden. Damit erreichte Eling den 178. Gesamtplatz und Rang 33 in der Altersklasse M35.
Schon im Vorfeld war die Atmosphäre in Roth besonders. Gemeinsam mit seiner Support-Crew reiste Eling frühzeitig nach Mittelfranken. Patrick Stock, Laura Irle und Florian Daub vom RSV Osthelden nutzten den Auftakt des langen Triathlon-Wochenendes und starteten bereits am Freitagabend beim Sprint-Triathlon der Challenge for All. Denn Roth ist weit mehr als ein einzelner Wettkampftag: Rund um das kleine Örtchen entsteht jedes Jahr ein viertägiges Triathlon-Festival, getragen von der Begeisterung einer ganzen Region. Mehr als 7.500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgten auch in diesem Jahr dafür, dass die rund 3.500 Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie etwa 700 Staffeln ihren großen Traum leben konnten. Hunderttausende Zuschauer entlang der Strecke machten die Challenge Roth erneut zu einem der emotionalsten Langdistanzrennen der Welt.

Kontrollierter Auftakt im Main-Donau-Kanal
Für Kai Eling wurde es am Sonntagmorgen ernst. Um 7:15 Uhr fiel für ihn in Startgruppe 8 der Startschuss. Die 3,8 Kilometer Schwimmen wurden ohne Neoprenanzug im rund 25 Grad warmen Main-Donau-Kanal absolviert. Eling fand gut in sein Rennen, blieb kontrolliert und kam nach 1:08:12 Stunden aus dem Wasser – eine solide Auftaktdisziplin, ohne bereits zu viele Körner zu lassen.
Gänsehaut am Solarer Berg
Nach dem ersten Wechsel ging es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke. Zwei Runden durch den Landkreis Roth warteten auf die Athletinnen und Athleten. Das große Highlight war wie immer der Solarer Berg: Dort fahren die Sportlerinnen und Sportler auf eine dichte Wand aus Fans zu, ehe sich inmitten der Menschenmenge ein schmaler Korridor öffnet. Für viele ist dieser Abschnitt einer der emotionalsten Momente im gesamten Triathlonsport – Gänsehaut und Profi-Gefühl inklusive. Der starke Wind machte die Radstrecke zusätzlich anspruchsvoll. Eling ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und absolvierte die 180 Kilometer in 5:03:30 Stunden. Damit lag er weiterhin sehr gut auf Kurs zu seinem selbst gesteckten Ziel: die Langdistanz bei seinem Debüt unter zehn Stunden zu beenden.
Marathon als stärkste Disziplin
Auch der zweite Wechsel verlief reibungslos. Danach begann für den RSV-Athleten seine stärkste Disziplin: der Marathon. Angetrieben von seiner nimmermüden Support-Crew startete Eling zunächst sehr gut in die abschließenden 42,195 Kilometer. Die ersten acht Kilometer am Kanal liefen fast zu leichtfüßig. Das machte sich auf den folgenden Kilometern bemerkbar, als es bei immer stärkerem Wind den Kanal hinaufging.
In der zweiten Hälfte des Marathons musste Eling ein kleines Tief überwinden. Doch gerade dort zeigte sich seine Laufstärke: Trotz der anspruchsvollen Topografie und der langen Vorbelastung kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und lief den Marathon in 3:01:47 Stunden. Damit erzielte er die 82. schnellste Laufzeit des gesamten Tages – inklusive der Profis.
Strahlendes Finish im Regen
Nach 9:19:36 Stunden erreichte Kai Eling schließlich mit einem breiten Strahlen und bei strömendem Regen das Ziel im eigens für die Challenge Roth aufgebauten Triathlonstadion in Roth. Bei seinem ersten Start über die Langdistanz platzierte er sich damit auf Rang 178 der Gesamtwertung und schaffte es unter die besten sieben Prozent aller Teilnehmer. In der Altersklasse M35 bedeutete das Platz 33.
Für Eling war Roth damit nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern ein unvergessliches Erlebnis. Der Dank galt nach dem Rennen vor allem seinem Team und der Unterstützung rund um das gesamte Festival-Wochenende. Denn auch wenn auf der Strecke jeder Athlet für sich allein kämpft, zeigte sich in Roth einmal mehr: Solche Leistungen entstehen selten allein.

Kai Eling (Startnummer 1053) vom RSV Osthelden während des Bikesplits der Challenge Roth 2026.
Fotos: RSV Osthelden
Werbepartner der Region – AnzeigeIn eigener Sache
Immer für Sie vor Ort — Ihr wirSiegen-Team
Wir sind rund um die Uhr für Sie in Siegen und der Region unterwegs. Dabei berichten wir völlig unabhängig — keiner Partei und keinem Konzern verpflichtet, nur Ihnen als Leser. Uns ist wichtig, dass alle Nachrichten für jeden Bürger frei zugänglich bleiben: komplett ohne Bezahlschranke, kostenlos für alle. Recherche, Fotos vor Ort, Technik und Deutschlands sagenhaft günstiger Super-Sprit 😉 kosten uns allerdings einiges an Zeit und Geld. Wenn Sie schätzen, was wir machen, motiviert uns ein kleiner Beitrag riesig — und hilft uns, weiter dranzubleiben. Schon der Preis eines Kaffees zählt.
Beträge für Handys, Autos und Mehrfamilienhäuser gehen natürlich auch 😉
Sicher per PayPal · auch ohne PayPal-Konto · einmalig oder regelmäßig
Und ganz gleich, ob mit oder ohne Beitrag — schön, dass Sie wirSiegen lesen. 💙











