NRW: Ein Toter und 14 Verletzte in 2011- Straßenwärter leben gefährlich

wS/ straßen.nrw    Gelsenkirchen –   Ein getöteter Straßenwärter und 14 überwiegend schwer verletzte Kollegen bei elf fremdverschuldeten Unfällen sind die bisherige traurige Statistik des Jahres 2011 beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Heute (16.11.) gedachten Mitarbeiter von Straßen.NRW und Vertreter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen den verunglückten Mitarbeitern bei der traditionellen Kranzniederlegung an Buß- und Bettag an der Autobahnkapelle in Tungerloh-Capellen an der A31. Seit 1993 kamen somit 17 Beschäftige des Straßenunterhaltungsdienstes in NRW ums Leben.

„Damit wird leider wieder das 13-fach höhere Risiko der Straßenwärter untermauert, im Job ums Leben zu kommen“, stellte Michael Heinze aus dem NRW-Verkehrsministerium fest. Die rund 2.000 Straßenwärter von Straßen.NRW arbeiteten in ständiger Gefahr bei ihrer täglichen Aufgabe, für verkehrssichere Straßen zu sorgen. „Ich kann nur an alle Autofahrer appellieren, besonders in Baustellen vorsichtig zu fahren, sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten und nicht durch Handys oder Navigationsgeräte von der Konzentration auf die Menschen, die auf der Straße arbeiten, abhalten zu lassen“, betonte Heinze.

„Wir werden weiter nicht nachlassen, unsere Straßenwärter in Schulungen für die gefährlichen Situationen zu sensibilisieren und ihnen eine optimale Ausrüstung zur Verfügung zu stellen“, hob Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW, hervor. „Und trotzdem sind uns leider häufig die Hände gebunden, wenn Verkehrsteilnehmer sich nicht angepasst verhalten, keine Rücksicht nehmen und unsere Mitarbeiter in höchstem Maße gefährden.“

Die 2.000 Straßenwärterinnen und Straßenwärter bei Straßen.NRW gewährleisten den sicheren Betrieb auf mehr als 20.000 Kilometern überörtlichen Straßen. Sie holen Hindernisse von der Fahrbahn, richten Baustellen ein, reparieren Schutzplanken, warten und reinigen Verkehrsanlagen und räumen im Winter die Fahrbahnen.

Insgesamt registrierte die Abteilung Arbeitssicherheit bei Straßen.NRW seit 1993 rund 450 fremd verschuldete Unfälle mit Personenschaden. Noch einmal so viele Unfälle verliefen mit Sachschäden. Die schwersten Unfälle werden auf Autobahnen durch unaufmerksame Fahrer verursacht.

 

Hinzu kommen Arbeitsunfälle, die nicht durch fremdes Einwirken verschuldet wurden. Die meisten dieser Unfälle passieren im Bereich der Grünpflege am Rand der Straßen. Dabei arbeiten die Beschäftigten häufig in unwegsamen Bereichen mit gefährlichen Geräten wie Kettensägen. Die Mitarbeiter stürzten bei der Arbeit oder knickten um, schleudernde Äste führten trotz Sicherheitsausrüstung zu Verletzungen.

Um die Unfallzahlen zu reduzieren, steht Arbeitsschutz bei Straßen.NRW ganz oben auf der Agenda. Tagesbaustellen werden seit einigen Jahren durch Warnschwellen und durch den Einsatz von CB-Funk-Warnern zusätzlich abgesichert. Eine wichtige Aufgabe der Arbeitssicherheit bei Straßen.NRW ist auch die Weiterentwicklung der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Schulung der Straßenwärter, damit auch bei Routinearbeiten Gefährdungen noch wahrgenommen werden.

Anzeige / Werbung