Keine Probleme bei professioneller Ballonfahrt – Strahlende Gesichter in Kreuztal

(wS/fw) Kreuztal | Zur gemeldeten Bruchlandung eines Heißluftballons in der Hochstraße Höhe Hausnummer 60 musste der Löschzug Kreuztal am Sonntagabend um 20.22 Uhr ausrücken (TH 2 für HLF, DLK, LF, ELF, MLF). Das ersteintreffende MLF konnte jedoch rasch Entwarnung geben: Es hatte sich um eine normale, unspektakuläre Landung eines Heißluftballons gehandelt, bei der es keine unglücklichen Umstände gegeben hatte und auch keine Person zu Schaden gekommen war.

Die ganze Geschichte, auch aus der Sicht des Piloten, nachfolgend hier:

„Als wir auf der Teerstraße standen, hörten wir schon das Martinshorn“, erinnert sich Ballonpilot Gerd Otterbach an das Ende einer für ihn „ganz normalen Landung“ nach einer eineinviertelstündigen Ballonfahrt vom Flugplatz Hünsborn bis in die Kreuztaler Hochstraße. Doch genau dort sorgte die Landung für derart helles Aufsehen, dass die Kreisleitstelle Siegen die Kreuztaler Feuerwehr zu einer angeblichen „Bruchlandung“ des Ballons von „Siebel-Ballooning“ aus Freudenberg beorderte. Ein Anwohner glaubte gesehen zu haben, wie das Luftgefährt mit dem Giebel eines Hauses kollidiert sei. Was wirklich geschehen war, bedeutete für den Piloten reine Routine: „Probleme hatten wir gar keine“, resümierte er Fahrt und Landung in der Abenddämmerung. Sein ursprüngliches Vorhaben, auf einem nahegelegenen Spielplatz zu landen, musste er aufgeben, weil Hochspannungsleitungen quer darüber verliefen. Umso glücklicher wähnte er sich, oberhalb der Straßeneinmündung Zum Hammerseifen/Hochstraße eine unbebaute Wiesenfläche zu erspähen, die der Pilot als Landeplatz auserkor. Dabei berührte der Korb lediglich ein paar Zentimeter einer Baumkrone, bevor er auf sicherem Bodem auftitschte und dann auf der Straße knapp neben der Wiese zum Stehen kam. Nicht nur der Pilot, sondern auch die drei Fahrgäste konnten nicht verstehen, warum sich die Straße Minuten später mit Einsatzfahrzeugen füllte: Gut gelaunt knipsten selbst die ballonunerfahrenen Fahrgäste die Szenerie, ohne von der Landung gestresst zu wirken. Ihren Stresspegel wieder runterfahren konnten indes die Männer des Löschzugs Kreuztal, als sie an der vermeintlichen Einsatzstelle nur in strahlende Gesichter blickten. Und ein Lob für die Feuerwehr hatte Pilot Gerd Otterbach auch noch parat: „Was ich toll fand, war, dass ihr so schnell da wart.“

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Fotos: Bons – Text: Björn Hadem (Feuerwehr)