Heimische Athleten erfolgreich bei Deutschen Meisterschaften im Steinstoß-Acht- und Zehnkampf

Quintett überzeugte mit 6 Deutschen Meistertiteln und überraschte sogar mit 3 neuen Deutschen Rekorden!

(wS/red) Siegerland/Neuss 09.10.2017 | In Neuss fand am Tag der Deutschen Einheit der Saisonabschluss mit den Deutschen Meisterschaften im Steinstoß-Acht- und Zehnkampf statt. Bei für die Jahreszeit guten äußeren Bedingungen machten sich auch erstmals fünf heimische Athleten auf den Weg, sich mit 18- bis 80- jährigen Gleichgesinnten zu messen.

„Denn Sie wissen nicht was Sie tun“ hätte man das Projekt auch nennen können. Der Wettkampf hatte es wahrlich in sich: 33 Stöße und Würfe mit Eisenquadern und Natursteinen mussten in zwei nach Altersklassen getrennten Riegen absolviert werden.

Nach dem Motto: „Wenn schon, denn schon“ starteten ausnahmslos alle fünf Athleten in beiden Mehrkampf-Disziplinen des 8- bzw. 10-Kampfes.

v.l.: Thomas Blech, Dirk Schröder, Michael Nothacker, Ulrich Löcher und Hartmut Hoffmann. (Fotos: privat)

Nicht nur die lange Wettkampf Dauer von über 7 Stunden, sondern auch die absolute Unerfahrenheit, zumindest mit den kleinsten und vor allem aber auch den größten Gerätegewichten (8-Kampf: 3 bis 25 Kilo, bzw. 10-Kampf: 5 bis 50 Kilo), welche regelkonform über Schulterhöhe weggestoßen werden müssen, verlangte den Siegerländer Leichtathleten jede Menge ab.

Doch das gut harmonierende Quintett überzeugte mit 6 Deutschen Meistertiteln und überraschte sogar mit 3 neuen Deutschen Rekorden!

Der erfahrenste Athlet, Hartmut Hoffmann (M55 /TUS Hilchenbach), errang 2x die Silbermedaille mit 72,95 m (8-Kampf) und 67,68 m (10-Kampf). Besonders stark hier die 3,11m mit dem 50 Kilo Eisenquader.

Hartmut Hoffmann

Ebenso 2x Rang 2 erkämpfte sich Ulrich Löcher vom TV Allenbach mit 63,66 m / 57,87m (8-Kampf/10-Kampf) in der Klasse M50. Er erzielte seine größte Weite mit 13.95 m und dem 3 Kilo-Eisenquader.

Ulrich Löcher

Dirk Schröder (M45) vom TV Krombach überraschte mit bärenstarken Leistungen vor allem mit den schweren Gewichten. Nur der 22 Jahre alte 7.400 Punkte-Zehnkämpfer Nico Beckers aus Aachen wuchtete den 30 Kilo-Naturstein wenige Zentimeter weiter als seine 4,66 m. Insgesamt konnte niemand seinen Doppelsieg mit 78,83 m (8-K.) bzw. 73,65m (10-K.) gefährden.

Dirk Schröder

Thomas Blech vom TV Gosenbach dominerte seinen Wettkampf und erzielte die Tagesbestleistung aller Teilnehmer mit dem 20 Kilo- Naturstein und 6,77 m sowie dem 25 Kilo-Stein mit 5,54 m. Aber auch die Schnellkraft stellte er unter Beweis und so beförderte er den leichtesten, den 3 Kilo Stein, auf sehr gute 20,57m. Im Gesamtklassement gewann der 44-Jährige beide Wettkämpfe und überraschte mit der Steigerung des Deutschen Rekordes im Achtkampf von Jan Tegtmeyer (KSV Fürth) um fast 15m auf 94,56 m. 11 Jahre lang hielt der 10-Kampf Rekord des Krefelders Ralf Gierz. Auch diesen steigerte Thomas Blech deutlich über 7 m auf die neue Rekordmarke von 86,03 m. Dies bedeutet den dritten Rekord nach der bereits 2014 in Heuchelheim aufgestellten Bestmarke im Dreikampf.
Der Kreuztaler Stadtsportverband-Vorsitzende, Michael Nothacker, sammelte Titel-Nr. 5 und 6 für das Siegerland.

Thomas Blech

Der 39-jährige Allrounder vom TV „Hoffnung“ Littfeld zeigte seine Stärke mit den Tagesbestleistungen der schwersten Gewichte: 4,01 m mit dem 40 Kilo- Naturstein und 3,66 m mit dem 50 Kilo-Eisenquader, welchen er kopfüber in die Sandgrube beförderte. Hier gab es ein Siegerländer Kopf-an Kopf-Duell, denn Dirk Schröder schaffte hier nur 8 cm weniger und Thomas Blechs weitester Versuch wurde gar nur mit 1 cm weniger gemessen.

Im 10-Kampf sammelte Michael Nothacker 78,92m und überraschte mit der Steigerung des Deutsche Rekordes seiner Altersklasse im Achtkampf aus dem Jahre 2015 um gute 2,50 m auf 85,48 m.

Michael Nothacker

Nach der Siegerehrung entspannten sich die Athleten in einem Kölner Saunabad, um die massiv strapazierten Muskeln und Gelenke zu regenerieren. Dabei wurde der Gedanke geschmiedet, dieses Projekt 2018 dann eventuell mit zwei Mannschaften als Starter der LG Kindelsberg zu wiederholen.

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