Joscha Weber ist Vize-Radweltmeister der Journalisten

Am Ende fehlten 1,4 Sekunden zum Titel: Der Jahner Radsportler Joscha Weber ist bei der Rad-Weltmeisterschaft der Journalisten in Bad Dürrheim nur hauchdünn am Titel vorbeigefahren. Doch auch Silber war für den Weltmeister von 2014 ein Erfolg.

(wS/red) Siegen/Bad Dürrheim 09.10.2017 | Auch ein perfektes Rennen muss nicht mit dem Sieg enden – so die Bilanz von Joscha Weber nach dem Weltmeisterschaftsrennen in Bad Dürrheim (Schwarzwald). Der Amateurradsportler des TV Jahn Siegen ging bei der Rad-WM der Journalisten in Topform an den Start, zeigte ein starkes Rennen und musste sich am Ende doch einem Besseren geschlagen geben: Im Sprint war der Niederländer Sjors Beukeboom (Vice Magazin) einen Tick schneller und sicherte sich Titel und Weltmeistertrikot vor Joscha Weber (Deutsche Welle) und mit Juul van Loon (Bikesight.nl) einem weiteren Niederländer.

Zehn Schwarzwald-Anstiege und hohes Tempo

Zum ersten Mal in der 18-jährigen Geschichte der World Press Cycling Championchips (WPCC) fand die WM in Deutschland statt. Grund genug für Joscha Weber, 2014 bereits WM-Sieger im österreichischen Bad Radgaz, sich intensiv auf die Titelkämpfe unter den Journalisten vorzubereiten. Mit rund 11.000 Jahreskilometern und etlichen Vorbereitungsrennen in den Beinen wollte er sich der rund 80-köpfigen Konkurrenz stellen.

Joscha Weber (Mitte) im Rennen der Journalisten-WM (Fotos: Verein)

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles Rennen auf dem anspruchsvollen 87-Kilometer-Kurs rund um Bad Dürrheim. Gleich im ersten Anstieg aus dem Kurort heraus attackierten Italiener und Belgier. Das deutsche Team hielt dahinter das Tempo hoch, ohne dabei zu viel Kraft zu investieren. Denn das WM-Rennen war eingebettet in den Rothaus Riderman, ein hochkarätig und international besetztes Etappenrennen mit großem Teilnehmerfeld, das nur eine Minute hinter der Presse-WM auf die Strecke ging. Und die Spitze davon schloss nach rund 15 gefahrenen Kilometern zum Journalisten-Feld auf. In der nun gemischten Kopfgruppe des Rennens wurde an allen der insgesamt zehn Anstiegen ein hohes Tempo angeschlagen und so verkleinerte sich das Feld zusehends auf am Ende etwas mehr als 30 Fahrer.

Entscheidung im Zielsprint

Die niederländischen Fahrer setzten in den Anstiegen auf Attacke, so auch am finalen Berg hinauf zur Hirschhalde, an der es Juul van Loon probierte. Doch er wurde in der Abfahrt in den Zielort Bad Dürrheim wieder gestellt. Im Sprint zog der amtierende niederländische Hochschulmeister Sjors Beukeboom schließlich am Jahner Joscha Weber vorbei und sicherte sich damit das Weltmeistertrikot. „Ich habe alles probiert und bin ein sehr gutes Rennen gefahren. Aber Sjors war am Ende eine Tick schneller“, zeigte sich der 34-jährige Sportredakteur der Deutschen Welle im Ziel dennoch zufrieden. Bereits im Zeitfahren und dem Teamsprint an den Tagen zuvor war Beukeboom der schnellste Athlet und gewann jeweils Gold. Weber belegte im Zeitfahren Rang vier und im Teamsprint gemeinsam mit seinen Kollegen des Auslandssenders Deutsche Welle Thomas Boda (ebenfalls TV Jahn Siegen) und Patrick Leusch Platz fünf. Erfolgreichstes Nation bei der WM waren am Ende die Gastgeber, weil bei den Damen Katharina Garus (wind-content.de) und bei den Senioren (Kategorie „Männer 2“) Holger Koopmann (WDR) im Zeitfahren und Straßenrennen jeweils Gold holen. Im kommenden Jahr findet die Rad-WM der Journalisten im belgischen Roselaire statt.

Joscha Weber (l.), Sjors Beukeboom (M.) und Juul van Loon (r.)

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