Theaterexperiment zum Thema „Arbeiten, Sinn und Chancen“ überzeugte.

Erfolgsstück „Hey Boss“ im Apollo-Theater 

(wS/red) Siegen 18.05.2018 | Das jAP, die Jugendsparte des Apollo-Theaters in Siegen, kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Möglich machen das unter anderem auch die Bereitschaft der Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft. Jetzt konnten beispielsweise 140 Schülerinnen und Schüler der Siegener Berufsschulen kostenfrei an dem Theater- und Körperspracheseminar „Hey Boss“ teilnehmen. Eingeladen waren sie vom Siegener IT-Unternehmen DATASEC, das die Kosten der Eintrittskarten übernahm und durch die Einbindung seiner Ausbildenden auch über die eigenen Ausbildungsmöglichkeiten informierte.

Das Theaterprojekt „Hey Boss“ überzeugte. (Fotos: Datasec)

Jugendintendant des Apollo Theaters, Werner Hahn, war Autor und Regisseur des Stückes und Ideengeber für das gesamte Projekt. Zusammen mit MarieTheresa Lohr, Najib El-Chartouni, Kübra Sekin, Leandra Stampoulis brachte er das junge Publikum mit „Hey Boss“ zum Nachdenken über ihr zukünftiges Berufsleben. „Vieles ist heute unübersichtlich und berufliche Chancen bieten sich nicht nur für Senkrechtstarter“, so Hahn. Die humorvolle Inszenierung machte deutlich, dass viele Wege zum Ziel führen können. DATASEC steuerte mit dem Keynote-Speaker Sascha Burghaus, einer der Gründer der „Mitunternehmer Südwestfalen“, einen eigenen Beitrag zum Theaterprojekt bei. Burghaus sensibilisierte die Schüler für das Thema Sinnstiftung („Wer Leistung will, muss Sinn bei der Arbeit bieten“). Bei DATASEC unterstützt er beispielsweise zu dieser Frage die Ausbildungsarbeit.

Schüler informierten sich im Anschluss über Ausbildungschancen bei dem Siegener IT-Unternehmen DATASEC.

Über 100 Aufführungen, immer wieder neu

Zum Stück selbst: Herr Hauptmann, Chef eines Mittelstandunternehmens ist sauer auf Tochter Gerda. Die will den Familienbetrieb auf den Kopf stellen. Dabei hat sie gerade erst ihr Studium beendet. Also nach Papas Meinung eigentlich von nichts eine Ahnung. Zum Azubi-Vorstellungsgespräch hat Gerda Menschen eingeladen, denen das Label „Loser“ geradezu auf der Stirn klebt: eine alleinerziehende Mutter mit Migrationshintergrund, eine junge Bewerberin im Rollstuhl – und einen Flüchtling. In der dichten, mitreißenden Kurzinszenierung wurden Wege eines modernen Arbeitslebens aufgezeigt. Nicht alles muss mit dem Reißbrett geplant werden, nicht jeder Holzweg muss eine Sackgasse sein. Das Stück will jungen Menschen Mut machen, quer zu denken. Seit 2006 wird „Hey Boss“ (über 100 Aufführungen) gegeben, immer wieder neu umgeschrieben, interpretiert und an die sich schnell drehenden Realitäten angepasst. Die Aufführung bot den teilnehmenden Schülerinnen und Schüler viele Denkanstöße, die im Anschluss mit den Auszubildenden des Unternehmens bei einem Kennenlernen im Theaterfoyer vertieft werden konnten.

Weitere Informationen über die Ausbildung im Unternehmen auf der Internetseite www.datasec.de/campus

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