Corona-Infektionen in Schlachthöfen – NGG fordert mehr Kontrollen im Kreis Siegen-Wittgenstein

(wS/red) Siegen-Wittgenstein 12.05.2020 | Billig-Angebote beim Fleisch im Kreis Siegen-Wittgenstein: „Gesundheitsschutz nicht eingepreist“

Corona-Fälle in Schlachthöfen – NGG fordert regelmäßige Kontrollen

2,29 Euro für ein Pfund Rinderhack:

Mit solchen Preisen werben in dieser Woche Supermärkte im Kreis Siegen-Wittgenstein – obwohl die Corona-Krise die Herstellung von Fleisch und Wurst eigentlich viel teurer machen müsste. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin. „Bei der Schlachtung und Zerlegung herrscht seit Jahren ein knallharter Dumping-Wettbewerb – besonders zum Start der Grillsaison. Wohin dieser Preiskampf führen kann, zeigen die jüngsten Corona-Ausbrüche in Coesfeld und anderen Schlachthöfen“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen.

Die Gewerkschaft begrüßt, dass die NRW-Landesregierung nun alle Fleisch-Beschäftigten auf Corona testen und die Sammelunterkünfte durch die Gesundheitsämter kontrollieren lassen will. Das dürfe aber keine einmalige Aktion sein. „Aktuell geht es um das Virus. Um die Gesundheit der Beschäftigten aber auch künftig zu schützen, muss die Fleischbranche regelmäßig vom Staat kontrolliert werden“, so die NGG. Außerdem müssten Fleischhersteller für die Zustände bei den Subunternehmen haftbar gemacht werden.

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