(wS/red) Lennestadt-Altenhundem 10.01.2026 | Nach dem folgenschweren Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Hochstraße liegen neue Erkenntnisse vor. Wie die Feuerwehr Lennestadt am Samstag (10.01.2026) mitteilte, kamen bei dem Feuer zwei 66 Jahre alte Männer ums Leben. Bei den Opfern handelt es sich um Brüder.
Der Brand war am Freitag, 09.01.2026, gegen späten Vormittag als Zimmerbrand gemeldet worden. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus dem zweiten Obergeschoss. Das Feuer hatte sich rasch innerhalb der Wohnung ausgebreitet und griff anschließend auf den Dachstuhl über. In dem Mehrfamilienhaus waren nach Angaben der Feuerwehr insgesamt elf Personen gemeldet, zwei Bewohner galten zunächst als vermisst.

Mehrere Trupps gingen umgehend unter Atemschutz zur Menschenrettung vor. Die beiden Vermissten wurden in der betroffenen Wohnung gefunden und aus dem Gebäude gebracht. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch den Rettungsdienst verstarben beide Männer noch an der Einsatzstelle.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Die Feuerwehr setzte zwei Drehleitern und mehrere Wasserwerfer ein. Um versteckte Glutnester zu erreichen, mussten im Dachbereich großflächig Schieferplatten abgetragen werden. Die Wasserversorgung erfolgte sowohl über Hydranten als auch über eine Entnahmestelle aus der nahegelegenen Lenne. Zur Unterstützung der Nachlöscharbeiten kam zudem eine Drohne der DLRG Welschen-Ennest mit Wärmebildtechnik zum Einsatz.
Während des laufenden Einsatzes stellte die Löschgruppe Halberbracht den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher. Insgesamt waren nahezu alle Einheiten der Feuerwehr Lennestadt mit rund 100 Kräften vor Ort. Die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahm das Deutsches Rotes Kreuz.
Am Nachmittag wurde zudem ein Baufachberater des THW Siegen alarmiert. Nach eingehender Begutachtung des Gebäudes – insbesondere des stark beschädigten Dachbereichs – ergaben sich jedoch keine weiteren Einsatzoptionen für das Technische Hilfswerk, sodass die Kräfte am frühen Abend wieder abrücken konnten.
Das Mehrfamilienhaus ist infolge der Schäden derzeit nicht bewohnbar. Die betroffenen Bewohner wurden durch das Sozialamt in Ersatzunterkünften untergebracht. Brandermittler der Kreispolizeibehörde Olpe waren ebenfalls im Einsatz und haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de







