Rollerfahrer verletzt: Auffahrunfall legt Siegener Straße in Kreuztal lahm

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(wS/red) Kreuztal 30.04.2026 | Am Donnerstagvormittag hat ein Verkehrsunfall auf der Siegener Straße in Kreuztal für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Gegen 10.40 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Pkw in Höhe der Lerchen-Apotheke auf einen Rollerfahrer aufgefahren war.

Nach ersten Erkenntnissen musste der Rollerfahrer verkehrsbedingt anhalten, als der nachfolgende Pkw auf sein Fahrzeug auffuhr. Durch die Kollision stürzte der Zweiradfahrer auf die Fahrbahn und zog sich Verletzungen zu. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Beide Fahrzeuge waren aus Kreuztal kommend in Fahrtrichtung Buschhütten unterwegs. Durch den Sturz des Rollerfahrers wurde zudem ein weiterer Pkw leicht beschädigt. Sowohl am verursachenden Fahrzeug als auch am Roller entstand Sachschaden. Der Roller war nicht mehr fahrbereit und musste von einem Abschleppunternehmen abtransportiert werden.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Spurensicherung sperrte die Polizei die Siegener Straße in beide Richtungen vollständig. Die Vollsperrung dauerte rund eine Stunde an und führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Verkehr staute sich zeitweise massiv zurück. Auch in der Kreuztaler Innenstadt, insbesondere in den Bereichen Ziegeleifeld, Marburger Straße und Moltkestraße, kam es rasch zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen. Autofahrer mussten entsprechend Geduld mitbringen.

Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de

UPDATE | 30.04.2026 – Augenzeugenbericht

„Schutzengel in Arbeitskleidung“ – Ein Lob an die Ersthelfer in Kreuztal

Nach unserer Berichterstattung über den Verkehrsunfall auf der Siegener Straße hat sich Augenzeuge Andreas Domian in unserer Redaktion gemeldet. Er hatte den Zusammenstoß aus unmittelbarer Nähe miterlebt und schildert seine Eindrücke. Wir geben seinen Bericht hier im Wortlaut wieder:

„Heute Morgen kam es auf der Hauptstraße in Kreuztal zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Rollerfahrer verunglückte. Ich hatte gerade gegenüber der Apotheke geparkt und wollte mit meiner Frau aussteigen, als ich den Zusammenstoß direkt mitansehen musste. In so einem Moment steht die Welt erst einmal kurz still.

In der ersten Schrecksekunde fühlt man sich oft hilflos und starr. Doch während man noch versucht, das Gesehene zu realisieren, handelte ein Mitarbeiter des Kreuztaler Bauhofs sofort und goldrichtig. Ohne zu zögern übernahm er die Erstversorgung. Mit einer beeindruckenden Ruhe wurde der Helm vorsichtig abgenommen und der Kopf des Verletzten stabilisiert, bis der Rettungsdienst eintraf. Ein großes ‚Chapeau‘ an diesen Helfer der Stadt – so viel Geistesgegenwart verdient höchste Anerkennung.

Was mich aber ebenso bewegt hat, war die Situation der Autofahrerin. Man sah ihr den Schock deutlich an; sie war völlig fertig mit den Nerven. In solchen Momenten gibt es oft schnelle Urteile, aber man darf nicht vergessen: Niemand macht so etwas absichtlich. Es war ein tragischer Moment, der zeigt, wie schnell wir alle – in einem Bruchteil einer Sekunde – in so eine Situation geraten können.

Dieser Vorfall hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Er ist ein Weckruf, nicht wegzusehen, sondern füreinander da zu sein – sei es durch tatkräftige Erste Hilfe oder durch ein Stück Empathie für alle Beteiligten in einer solchen Ausnahmesituation.“

Sichtlich bewegt fügte Domian wenig später noch hinzu: „Habe das heute Morgen miterlebt, geht mir nicht aus dem Kopf – alleine das Geräusch.“

Anmerkung der Redaktion: Wir danken Andreas Domian für seinen Bericht und schließen uns dem Dank an den unbekannten Ersthelfer des Kreuztaler Bauhofs ausdrücklich an.

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