(wS/ots) Siegen 18.05.2026 | Kurz nach Mitternacht am frühen Samstagmorgen (16. Mai 2026) wurden Zivilbeamte der Polizei Siegen im Bereich der Frankfurter Straße auf einen Radfahrer aufmerksam, dessen Pedelec kein Rücklicht hatte. Als die Beamten dem Mann folgten, stellten sie fest, dass der Streifenwagen dazu eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreichen musste – obwohl der Fahrer nicht in die Pedale trat. Damit erhärtete sich der Verdacht, dass das Elektrofahrrad technisch manipuliert und nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen war.
Die Polizisten hielten den 46-jährigen Mann schließlich im Bereich der Spandauer Straße an. Ohne dass die Beamten danach fragten, gab der Mann an, am Vortag Amphetamin konsumiert zu haben – entsprechende Ausfallerscheinungen waren deutlich erkennbar. Als ihn die Beamten auf die vermutete Manipulation am Pedelec ansprachen, riss der 46-Jährige kurzerhand einen Teil der Elektronik aus dem Fahrrad heraus. Anschließend versuchte er zu Fuß zu flüchten. Die Beamten holten ihn jedoch nach wenigen Metern ein. Als sie ihn festhalten wollten, leistete der Mann erheblichen Widerstand – letztlich musste er gefesselt werden.
Auf der Siegener Polizeiwache entnahm ein Arzt eine Blutprobe. Bei der anschließenden Personendurchsuchung fanden die Beamten eine größere Menge Amphetamin bei dem Mann. Die Drogen, zwei mitgeführte Mobiltelefone sowie das manipulierte Pedelec wurden sichergestellt.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der 46-Jährige nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn ermitteln nun sowohl das Verkehrskommissariat als auch das Kriminalkommissariat – unter anderem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln sowie wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
(Quelle: Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein)

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