(wS/ots/red) Siegen – Kreuztal 05.06.2026 | Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein hat am Donnerstag, 4. Juni 2026, Geschwindigkeitsmessungen auf der HTS (Hüttentalstraße) durchgeführt. Das Ergebnis ist alarmierend: Nahezu jeder fünfte gemessene Fahrer war zu schnell unterwegs.
Kontrolliert wurde auf einem neuralgischen Abschnitt der HTS
Die Messstelle befand sich zwischen der Anschlussstelle Geisweid und Kreuztal, in Fahrtrichtung Kreuztal. In der Zeit von 11 bis 15 Uhr – also innerhalb von nur vier Stunden – erfasste der Verkehrsdienst insgesamt 1.727 Fahrzeuge. Davon überschritten 327 Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Das entspricht einer Verstoßquote von 18,93 Prozent.
Mercedes-Fahrer mit fast doppelter Erlaubnis unterwegs
Den traurigen Spitzenwert lieferte ein Mercedes-Fahrer: Auf einem Abschnitt, auf dem 80 km/h erlaubt sind, war er mit 148 km/h unterwegs – und damit nahezu doppelt so schnell wie gestattet. Für ihn hat die Fahrt weitreichende Konsequenzen: Er muss mit zwei Punkten im Fahreignungsregister in Flensburg, einem Bußgeld von 600 Euro sowie einem zweimonatigen Fahrverbot rechnen.
Damit steht er nicht alleine: Vier weitere Pkw-Fahrer erwartet ebenfalls ein Fahrverbot.
Verlängerter Bremsweg als tödliches Risiko
Die Polizei nutzt die Gelegenheit, um auf die fatalen physikalischen Folgen überhöhter Geschwindigkeit hinzuweisen. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h beträgt der Bremsweg rund 88 Meter. Bei 143 km/h verlängert sich dieser auf 247 Meter – also fast das Dreifache. In unvorhergesehenen Verkehrssituationen kann dieser Unterschied über Leben und Tod entscheiden. Überhöhte Geschwindigkeit zählt zu den häufigsten Unfallursachen überhaupt.
Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten.
(Quelle: Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein)

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