Sportfreunde erwarten keinen Spaziergang am Flinger Broich

wS/jk – Siegen– 24.08.2012 – Die „rheinischen Wochen“ gehen für die Sportfreunde Siegen weiter. Nach zwei Siegen in Folge gegen Kölner Mannschaften reist der Regionalligist erneut an den Niederrhein – nach Düsseldorf, wo am Flinger Broich die U23 der Fortuna wartet.

Trotz der Sechs-Punkte-Ausbeute im Duell mit den Kontrahenten aus dem Rheinland sieht Trainer Michael Boris sein Team in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt nicht in der Favoritenrolle. „Das wird keine leichte Aufgabe“, warnt der Sportfreunde-Coach vor dem nächsten Liga-Gegner.

„Das wird keine leichte Aufgabe“, warnt Siegens Trainer Michael Boris vor dem Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer U23. Fotos: wirSiegen/Michael Handke

Dabei war die Region am Rhein und im Speziellen die Domstadt für die Sportfreunde Siegen in der jüngsten Vergangenheit ein gutes Pflaster. Die ersten Drei-Punkte-Erfolgserlebnisse in der laufenden Regionalliga-Saison hatte man bei der U21 des 1. FC Köln und gegen Titelaspirant Fortuna Köln.

F95-Nachwuchs nicht zu unterschätzen

Einen satten 4:0-Erfolg feierte die Boris-Elf bei den „jungen Geißböcken“ am FC-Clubheim und die Südstädter wurden knapp, aber verdient mit 1:0 zurück in die Metropole geschickt. Eigentlich sind das gute Vorzeichen für das Auswärtsspiel in Düsseldorf, zumal die U23 des Bundesliga-Klubs mit nur einem Zähler auf Platz 18 rangiert.

Rund 200 bis 250 Siegener Fans werden die Sportfreunde in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt unterstützen. Ein Fanbus ist allerdings abgesagt worden.

„Betrachtet man die aktuelle Tabelle, sieht das leicht aus“, beschreibt Michael Boris. „Aber wir müssen aufpassen und dürfen die Fortuna nicht unterschätzen.“ Die Statistik gibt dem Trainer recht: Zuletzt in der NRW-Liga in 2008/2009 trafen die Siegener auf die Düsseldorfer U23 – zweimal verlor man 0:3.

Auch wenn die jungen Talente aus Düsseldorf derzeit nicht zu den stärksten Teams der Liga gehören dürften, sind sie kein Kanonenfutter. Vor einer Woche in Lotte hatte F95-Trainer Taskin Aksoy acht Profis aus dem Bundesliga-Team aufgeboten. Lotte mühte sich zu einem späten 1:0.

Acht Fortuna-Profis standen im U23-Kader

Mit Torwart Nikolaos Papadopoulos, dem vom Bayern-Nachwuchs nach Düsseldorf gewechselten Bastian Müller sowie Christian Weber, Leon Balogun, Jeron Hazaimeh oder den beiden Angreifern Dani Schahin und Gerrit Weskamp standen erfahrene Kicker in der Fortuna-Startelf. „Ich gehe davon aus, dass erneut einige Spieler aushelfen werden“, vermutet Boris.

„Wir müssen dem Gegner die Lust am Fußball nehmen“, gibt Trainer Michael Boris die Marschroute in Düsseldorf vor. Sein Tam sieht er nicht in der Favoritenrolle.

Die Abstellung von Jungprofis zum Zwecke der Spielpraxis – ein altbekanntes Lied. Doch davon können die Sportfreunde selbst eins singen. Für die Landesliga-Partie ihrer U23 beim SuS Niederschelden wurden am Dienstag sieben Regionalliga-Spieler in die Mannschaft von Daniel Cartus beordert.

Überzeugt haben sie Trainer Michael Boris, der sich das Match am Rosengarten vor Ort angesehen hat, wegen mangelnder Motivation nicht. „Vieles hat mir nicht gefallen“, sagt er. „Ein anderes Verhalten und Auftreten wäre wünschenswert gewesen. Wir haben das intern besprochen“, beschreibt der Cheftrainer.

Jakobs eine Option für die Startaufstellung

Somit erwartet Boris in Düsseldorf von seiner Mannschaft die gleiche kämpferische Einstellung wie sieben Tage zuvor gegen die Kölner Fortuna. „Wir müssen ihnen die Lust am Fußball nehmen und weiter Vollgas geben. Anders besteht man in dieser Liga nicht“, meint er.

Julian Jakobs (vorne, Mitte) hat seine Rot-Sperre aus dem Verl-Spiel abgesessen. Rückt er möglicherweise für Waldemar Schattner (hinten, li.) in die Startelf?

Auf dem Kunstrasenplatz in Niederschelden lief Julian Jakobs nach seiner Rot-Sperre aus dem Verl-Spiel wieder auf – er ist somit für die Auswärtspartie zumindest eine Option. Auf mögliche Veränderungen in der Startformation hat sich der Trainer noch nicht festgelegt.

„Darüber muss ich noch eine Nacht schlafen“, so Boris. Ausfallen wird Fatih Tuysuz, der sich eine Adduktorenzerrung zugegzogen hat. Ansonsten lautet die Devise: „50 Zähler ist das Ziel. Wir brauchen nicht rechnen, sondern müssen Punkte holen“, bleibt der Rechenschieber im Schrank.

Bericht: Jürgen Kirsch

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