Uni Siegen vertraut auch in Zukunft auf Prof. Holger Burckhart
17. September 2014413
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Mit großer Mehrheit schickt der Senat den amtierenden Rektor frühzeitig in seine zweite Amtszeit
(wS/uni) Siegen. Die Vorstellung war überzeugend, Hochschulrat und Senat in ihrem Votum einmütig: Prof. Dr. Holger Burckhart ist als Rektor der Universität Siegen in seinem Amt für weitere vier Jahre (Oktober 2015 bis September 2019) bestätigt worden. „2009 hatten Hochschulrat und Senat den Mut, einen Rektor von außen zu wählen, der ehrgeizige, zukunftsweisende aber auch einschneidende Reformpläne im Gepäck hatte. Nun gilt es, die positive Entwicklung weiter voranzutreiben. Wir sind überzeugt, dass mit Prof. Burckhart an der Spitze der Universität Strategien greifen werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule international stetig auszubauen“, erklärte Hochschulratsvorsitzender Arndt G. Kirchhoff. Der Sprecher des Senats, Prof. Thomas Naumann sagte: „Wir haben Prof. Burckhart das Vertrauen mit deutlicher Mehrheit ausgesprochen und setzen als Senat weiter auf eine kritische Weggemeinschaft mit dem Rektor und der Hochschulleitung. Diesen Prozess wollen wir gemeinsam mit dem wiedergewählten Rektor fortsetzen.“
Prof. Dr. Thomas Naumann (l.), Sprecher des Senats, gratuliert Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart.
Prof. Burckhart nahm die Wahl mit Freude an: „Als erstes möchte ich mich bei allen Universitätsangehörigen bedanken, die den nicht immer einfachen Weg bisher mit mir gegangen sind“, so der alte und neue Rektor, der immer auf Partizipation und Transparenz gesetzt hat. „Um so mehr haben wir gemeinsam schon vieles erreicht und aufgezeigt, warum es sich lohnt, an unserer Universität zu forschen, zu lehren und zu studieren. Ich bin überzeugt, dass uns dies in den nächsten Jahren weiter gelingen wird.“
Der 2009 angestoßene Profilierungsprozess soll fortgesetzt und vertieft werden. „Die Universität Siegen muss sich in Forschung und Lehre zu Profilbereichen über Fakultätsgrenzen hinweg und zu Potenzialbereichen innerhalb der Fakultäten bekennen“, fordert Prof. Burckhart. Dank der umgesetzten Fakultätsstruktur kann dies angemessen unterstützt werden. Zudem sollen Leitlinien Guter Lehre entwickelt werden, die Herausforderungen sieht der Rektor in Diversity-Fragen, regionaler Verantwortung für Absolventen sowie dem klassischen Bildungsauftrag. Prof. Burckhart ist die Entschlackung von Studiengängen wichtig, um „Freiräume zum Selberdenken zu gewinnen“. „Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass Bildung in allen Lebensphasen zeitlich und räumlich flexibel möglich ist. Individuelle Lernbiografien gilt es zu berücksichtigen“, sagt Prof. Burckhart. Außerdem im Fokus der kommenden Amtszeit:
Ein hochschulweites Diversity-Konzept
Personalförderung mit dem Ziel der Guten Arbeit
Verbesserung der Kommunikation sowie strategischer Partnerschaften
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratuliert Prof. Burckhart „sehr herzlich. Die Wahl ist ein großes Kompliment an ihn als Person und den dynamischen und zukunftsweisenden Weg, den er gemeinsam mit der Uni Siegen eingeschlagen hat.“
Prof. Burckharts Stimme wird mittlerweile weit über die Grenzen NRWs hinaus gehört – insbesondere wenn es um die Themen europäische Studienreform und Lehrerbildung geht. Als Vertreter der Universität Siegen hat er sich ebenso wie andere Siegener Kollegen auf Entscheiderebene in nationalen und internationalen Gremien, auch im wissenschaftspolitischen Raum meinungsbildend eingebracht und so die Reputation der Universität Siegen bei Forschern und Studierenden weiter gesteigert.
Kurzvita Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor
Seit dem 1. Oktober 2009 ist Prof. Dr. Holger Burckhart Rektor der Universität Siegen.
Prof. Dr. Holger Burckhart
Prof. Burckhart war bis zu seinem Dienstantritt in Siegen Professor für Anthropologie und Ethik in den Rehabilitationswissenschaften mit besonderer Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung an der Universität zu Köln und dort bis Ende August 2009 auch Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform. Seit 2012 fungiert Prof. Burckhart als Vizepräsident der Hochschul-rektorenkonferenz (HRK) für das Ressort „Lehre, Studium, Lehrerbildung und lebenslanges Lernen“. Er ist Vorsitzender der Ständigen Kommission Lehre und Studium der HRK, Mitglied des Akkreditierungsrats und stellv. Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung für Hochschulzulas-sung, Mitglied des Arbeitskreises „Handlungsempfehlungen im Kontext der Europäischen Studienreform“ von HRK und Kultusministerkonferenz sowie Mitglied des Lenkungskreises des Projekts „Entwicklung eines landesweiten logistischen Onlineverfahrens zur Vergabe der Prakti-kumsplätze im Praxissemester“. Prof. Burckhart hat zudem die Gesamtleitung der landesweiten Steuerungsgruppe zur Implementierung des Lehrerausbildungsgesetzes im Auftrag der Ministe-rien für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) sowie des Ministeriums für Schule und Weiterbildung (MSW) inne. Prof. Burckhart ist Vorstandsmitglied am Hans Jonas-Zentrum Berlin / Köln, Policy Fellow des IZA – Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit, Mitglied des CHE (Gemeinnütziges Zentrum für Hochschulentwicklung) und Mitglied des GRE (Graduate Record Examination) European Advisory Council.
Prof. Burckhart wurde 1956 in Torshälla/Schweden geboren, seine Schulzeit verbrachte er aber bereits in Köln. Sein Studium des Lehramtes für die Sekundarstufe I an der Pädagogischen Hochschule Rheinland beendete er mit dem 1. Staatsexamen mit den Fächern Deutsch und Sport. Daran schloss sich ein Lehramtsstudium für die Sekundarstufe II an der Universität zu Köln an, das er mit dem 1. Staatsexamen für die Fächer Deutsch und Philosophie abschloss. Die Promotion an der Universität zu Köln erfolgte 1990, die Habilitation folgte 1997 mit der Erteilung der venia legendi für Philosophie mit einer Arbeit zum Thema „Diskursethik – Diskurs-anthropologie – Diskurspädagogik“.
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Burckhart im Bereich der praktischen Philosophie konzentrieren sich auf die Bereiche Allgemeine Wissenschaftstheorie, Transzendentalphilosophie, Sprachphilosophie sowie philosophische Grundlagen der Pädagogik unter Berücksichtigung sonderpädagogischer Fragestellungen. Gastaufenthalte führten ihn u. a. an die Universität Bergen (Norwegen) sowie an japanische (Tokio, Sapporo, Osaka) und chinesische (Peking, Jinan, Shanghai, Hongkong) Universitäten.
Prof. Burckhart ist verheiratet und hat zwei Kinder.
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