ADFC nimmt zu Pedelec-Unfall in Hilchenbach Stellung

(wS/red) Hilchenbach – Ein 33-jähriger Pedelec-Fahrer prallte am Mittwochnachmittag in Hilchenbach auf dem kombinierten Geh- und Radweg an der B 508 in Höhe der Einmündung zur L 728 aus bisher noch unbekannter Ursache gegen die dortige Lichtzeichenanlage (wir berichteten). Dazu erreichte unsere Redaktion ein Leserbrief des „ADFC Siegen-Wittgenstein“, den wir nachfolgend veröffentlichen.

Foto: ADFC

Foto: ADFC

„An der Unfallstelle wird deutlich, dass die Anlage des Radweges derart ungünstig ist, dass es früher oder später einmal zu einem derartigen Unfall kommen musste. Zunächst ist der markierte Bordsteinradweg dermaßen schmal, dass er aktuellen Vorgaben kaum genügen dürfte. Zum anderen stehen im Kreuzungsbereich in kurzem Abstand zwei Ampelmasten direkt neben der Markierung, also unmittelbar am Rande des Radweges.

Zur Straße hin ist der Geh-/Radweg stark abgesenkt, so dass sich für den Radfahrer eine Bodenwelle ergibt. Wird der Radfahrer etwa durch einmündenden Verkehr abgelenkt, ist der Unfall vorprogrammiert. Im Übrigen kam jüngst eine Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer zu dem Ergebnis, dass Pedelec-Fahrer keinem erhöhten Risiko als unmotorisierte Radfahrer ausgesetzt sind. Insofern wird der stereotype Hinweis auf das Tragen eines Helms dem ursächlichen Sachverhalt nicht gerecht.“

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