Feierliche Aufstellung von Henner und Frieder

Am 10. September auf der Oberstadtbrücke

(wS/si) Siegen – Am Donnerstag, 10. September, ist es soweit: Die stadtbildprägenden Standbilder „Henner und Frieder“ kehren nach drei Jahren in die Innenstadt zurück. Die Rückkehr feiert die Stadt Siegen mit einem bunten Programm auf und um die Oberstadtbrücke herum. Aus Sicherheitsgründen werden der Bergmann und der Hüttenmann bereits morgens ab 10.00 Uhr mit einem großen Kran auf ihre Sockel gehoben, bevor nachmittags um 18.00 Uhr das eigentliche Fest beginnt. „Damit kehren zwei herausragende Symbole der Siegerländer Wirtschafts- und auch Stadtgeschichte an ihren nun endgültigen Standort zurück“, freut sich Bürgermeister Steffen Mues schon jetzt.

Siegen_WappenAnlässlich der feierlichen Rückkehr gibt es ein kleines Programm rund um das Thema „Bergbau“ mit einer Bastelaktion für Kinder, Live-Musik von der Siegerländer Bergknappenkapelle, Reibekuchen und Kaltgetränken. Mit von der Partie sind bei dem fröhlichen Festakt auch die Nachfahren des „Original-Frieders“, Heinz-Walter Bingener und Wolfram, Michael und Stefan Bluhm.

Weitere Baustellenführung mit dem Bürgermeister

Bereits um 16.30 Uhr lädt der Bürgermeister zu einer weiteren Baustellenführung rund um Siegens neue Ufer ein. Wie alle bisherigen Baustellenführungen beginnt die Tour am Platz des Unteren Schlosses. Treffpunkt ist vor dem Eingang zum Museum für Gegenwartskunst. Hier stellt der Bürgermeister die aktuellen Pläne und Umbauarbeiten am „Campus Unteres Schloss“ vor. Der Rundgang führt dann durch die neu gestaltete Fußgängerzone Kölner Straße bis zum Kölner Tor und durch die Sandstraße bis zum Siegufer. Die kostenlose Führung endet nach etwa eineinhalb Stunden auf der Oberstadtbrücke bei Henner und Frieder. Aus organisatorischen Gründen werden Interessierte gebeten, sich bei der Touristeninformation der Stadt Siegen unter (0271) 404 – 1316 anzumelden.

Siegener Künstler erschuf Bronzefiguren vor über 100 Jahren

Der aus Siegen stammende Künstler Prof. Friedrich Reusch hatte die bronzenen, lebensgroßen Standbilder, die an die Siegerländer Erzbergbautradtion erinnern sollen, 1902 geschaffen. Im Laufe des Jahrhunderts haben „Henner und Frieder“ mehrfach ihren Standort gewechselt. So wurden die beiden 1945 gegen Kriegsende bei der Spengung der Bahnhofstraßenbrücke sogar in die Sieg befördert. Mit dem Wiederaufbau der kriegszerstörten Siegbrücke 1950 erhielten die Bronzefiguren einen neuen Standort am Brückenkopf der Heeserstraße. Seit 1973 standen der Bergmann und der Hüttenmann dann auf der Siegplatte, bis sie im August 2012 im Zuge der Arbeiten zu dem Städtebauprojekt „Siegen – Zu neuen Ufern“ auf dem Bauhof eingelagert wurden.

Bürger stimmten über Standort ab

Im Zuge der Beratungen über Materialien und Gestaltungselemente des Städtebauprojektes „Siegen – Zu neuen Ufern“ in den politischen Gremien, befassten sich diese auch mit der Frage eines neuen – und endgültigen – Standortes für die symbolträchtigen Standbilder. Im Zuge einer breit angelegten Bürgerbefragung in den hiesigen Wochenzeitungen und auf der Homepage der Stadt Siegen, konnten die Bürgerinnen und Bürger zwischen sechs Standorten wählen. Per Email und Briefpost nahmen über 2.500 Personen an der Abstimmung teil. Klarer Favorit mit fast 1.600 Stimmen war der Standort auf der neuen Oberstadtbrücke.

Und hierhin kehren „Henner und Frieder“ nun zurück und stehen – wie ursprünglich – einander gegenüber. Für die feierliche Rückkehr erhielten die beiden für rund 8.000 Euro eine besonders schonende Reinigung im Trockeneis und durch einen Restaurator wurde ein neuer Oberflächenschutz aufgebracht.

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