Initiative „Mein Herz trägt Krone“ wird zum Verein

(wS/red) Siegen 24.11.2020 | Heimatliebe zu einer starken Wirtschaftsregion

Vor einem Jahr wurde durch zwölf heimische Unternehmen und Organisationen die Kampagne „Mein Herz trägt Krone“ ins Leben gerufen. Eine Initiative, die das Bewusstsein für das Besondere der Region schärfen will. Der Antrieb: man will als Unternehmen der Region etwas zurückgeben. Denn die Bedingungen für ein verlässliches, unternehmerisches Arbeiten, mit gut ausgebildeten Mitarbeitern sind hier besonders gut. Allerdings vermisst man die Wertschätzung für die besonderen Standortvorteile im Siegerland. Was man leider auch daran merkt, dass immer noch mehr Menschen die Region verlassen, als qualifiziert zuwandern; ein echtes Zukunftsproblem für die Region.

„Es dauert manchmal ein paar Jahre im Berufsleben, bevor man die vorhandenen Vorteile unterm Krönchen erkennt und es Klick macht“, erklärt Sebastian Weber von der Firma DATASEC. „Familienleben, günstiger Wohnraum, aber auch die Treue der Unternehmen zu ihren Mitarbeitern gehören dazu.“ Er war Ideengeber für „Mein Herz trägt Krone“. Das Krönchen dient als Synonym und Wahrzeichen. Angesprochen werden soll das Herz. Denn Heimatliebe bedeutet eben vor allem Gefühle zu erzeugen und zuzulassen. Die Kampagne will das unterstützen. Um besser arbeiten zu können wurde aus der Initiative jetzt ein Verein.

„Aus einer Idee wurde ein Verein. „Mein Herz trägt Krone“ trotzt der Corona Pandemie und plant an seinen Ideen. Vorstandsbild mit Bianca Wilsmann, Sebastian Weber und Jochen Weisgerber. Sitzend: „Bruno“ und Guido Müller.“

Sebastian Weber wurde zum ersten Vereinsvorsitzenden gewählt. Mit dem FOM Hochschulzentrum in Geisweid, der Siegener Niederlassung der privaten Hochschule für Ökonomie und Management, plant man eine Kooperation. Es wird eine semesterbegleitende Vorlesung und eine Studienarbeit zum Thema Regionalmarketing geben, inklusive Strategie- und Maßnahmenkonzept im darauffolgenden Semester. Unterstützt wird das Vorhaben auch durch die heimischen Kreativen Bianca Wilsmann und das Team um Guido Müller von der Agentur SIEGBERG.

Fotosafari – Siegen mit anderen Augen sehen
„Um zu verstehen, wie Menschen ihre Stadt sehen, werden wir im Winter mit dem heimischen Fotografen Sascha Hüttenhain zu einer Fotosafari unter dem Motto „Heimatschuss“ einladen. Wir wollen das Schöne und Authentische aus der Sicht derer erkennen, die hier leben und arbeiten. Jeder sieht Siegen anders, kann aber einen spannenden eigenen Beitrag dazu beitragen, die Identifikation mit der Region zu stärken“, so Handwerksmeister Jochen Weisgerber, der zweite Vorsitzende des Vereins. Möglich, dass die Ergebnisse der Fotosafari im Anschluss in einer Ausstellung gezeigt werden. Auf dem sehr aktiv genutzten Instagram-Kanal www.instagram.com/meinherztraegtkrone sind übrigens schon jetzt viele spannende Motive von Natur und Menschen zu sehen.

„Wenn wir nicht gut über die Region sprechen oder auch die Vorteile zeigen, warum sollen es andere tun? Zeigen wir doch selbstbewusst, welches Potenzial hier im Süden Westfalens liegt“, erklärt Sebastian Weber. Sehr großes Interesse finden die Facebook-Seite www.facebook-com/siegen-mein-herz-trägt-krone. In wenigen Wochen wird dann auch die eigene Homepage des Vereins online gehen. Aktionen am Stadtfest oder am Weihnachtsmarkt wurden für dieses Jahr aus bekannten Gründen fallen gelassen. Die Corona Pandemie lässt somit (notgedrungen) mehr Zeit für die Vorbereitung in 2021.

Menschen nicht an Rhein und Ruhr verlieren
Mit seinem Handwerksbetrieb spürt Jochen Weisgerber schon länger den Druck, gute Auszubildende zu finden. „Die wachsen nicht auf Bäumen. Das ist jedes Jahr mit mehr Anstrengungen verbunden. Jeder der abwandert, weil er glaubt, in Köln oder Frankfurt ist es „cooler“, ist ein echter Verlust. Im Handwerk spüren wir das noch bewusster.“ Erklären kann man sich den Wohnortwechsel nicht, denn in Sachen Wohnraum, Karrierechancen, Kindergartenplätze oder sozialer Vernetzung bietet die Region genau die Vorteile, die man an Rhein und Ruhr nicht findet. Einig ist man sich im Vorstand, zudem auch Bianca Wilsmann (Kassiererin), Sebastian Weiß (Restaurant Bar), Markus Podzimek (Naschwerk) und Andreas Muhl (Maneris), im kommenden Jahr – sobald das wieder möglich ist – eine „Nacht der Unternehmen“ mit allen Mitgliedsunternehmen durchzuführen. Bislang sind gut 20 Unternehmen dem Verein angeschlossen.

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