(wS/ots) Netphen / Burbach 08.06.2026 | Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Operation „2-Wheeler“ hat die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein am Sonntag (07. Juni) Sonderkontrollen für motorisierte Zweiräder durchgeführt. Zwei Kontrollstellen waren von 10 bis 18 Uhr in Betrieb: eine an der B 62 im Bereich der sogenannten Applauskurve, eine weitere an der B 54 am Autobahnzubringer im Bereich der Anschlussstelle Haiger-Burbach.
Prävention als zentrales Element
Neben dem repressiven Ansatz legte die Polizei bei diesem Einsatz besonderen Wert auf Prävention. An einer der Kontrollstellen stand eine Airbag-Weste zu Demonstrationszwecken bereit. Diese Weste ist optionaler Bestandteil der Schutzausrüstung für Motorradfahrer: Bei einem Sturz bläst sie sich ähnlich wie ein Fahrzeugairbag auf und kann die auf den Körper wirkenden Kräfte teilweise abfedern – und so das Risiko schwerer Verletzungen an Kopf, Hals, Brust und Wirbelsäule verringern.
Zusätzlich war ein Präventionsanhänger mit einem Unfallmotorrad im Einsatz. Das Exponat sorgte für Aufmerksamkeit und bot reichlich Gesprächsstoff. Viele Biker zeigten sich interessiert und tauschten sich mit den Beamten über Themen wie Geschwindigkeit, Sichtbarkeit, Schutzkleidung und Tourenplanung aus.
Bilanz der Kontrollen
Trotz des präventiven Schwerpunkts kamen auch Radar- und Lasermessungen zum Einsatz. Das Ergebnis: Insgesamt 94 Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs, davon zehn Motorräder. Ein Biker war ohne die erforderliche Fahrerlaubnis auf der Straße. Bei zwei weiteren Motorrädern stellten die Beamten technische Mängel beziehungsweise unzulässige Veränderungen fest, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis geführt hatten.
Polizei zieht positive Bilanz
Polizeirat Marcel Zirnsak, Leiter der Direktion Verkehr, zeigte sich nach dem Einsatz zufrieden. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Repression und Prävention habe für Akzeptanz bei den Motorradfahrern gesorgt. Airbag-Weste und Unfallmotorrad hätten schnell Interesse geweckt. Gleichzeitig betonte Zirnsak: Geschwindigkeit sei nach wie vor die Unfallursache Nummer eins bei schweren Verkehrsunfällen – weshalb auch der repressive Ansatz weiterhin fester Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit bleibe.
Während der laufenden Motorradsaison sind neben den routinemäßigen Kontrollen weitere Sondereinsätze geplant.

Präventionsstand des Verkehrsdienstes der Polizei unterhalb der Applauskurve – Foto: Polizei










