Digitale Ämter, analoge Leitungen: Warum fehlende Glasfasernetze die Verwaltungsmodernisierung blockieren

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(wS/gr) Kreuztal 11.06.2026 | Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gilt in Deutschland als politisches Ziel – doch die Realität sieht vielerorts anders aus. Darauf macht das Hamburger Infrastrukturunternehmen GREENFIBER in einer aktuellen Pressemitteilung aufmerksam und verweist auf eine zentrale Ursache: fehlende oder unzureichende Breitband- und Glasfaseranbindungen, insbesondere im ländlichen Raum und bei öffentlichen Einrichtungen.

Estland als Maßstab

Als Beispiel dafür, was konsequente Digitalisierung leisten kann, nennt GREENFIBER das kleine Baltikum-Land Estland. Dort sind nahezu alle Verwaltungsleistungen online verfügbar: Bürgerinnen und Bürger können digital wählen, Unternehmen in wenigen Minuten gründen und Steuererklärungen in kürzester Zeit einreichen. Gesundheitsdaten, Schulzeugnisse und Grundbucheinträge sind zentral digital abrufbar. Der klassische Behördengang gehört dort weitgehend der Vergangenheit an. Möglich macht das eine leistungsfähige, flächendeckende Netzinfrastruktur – mit Glasfaseranschlüssen bis in Behörden, öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte.

Deutschland: Ambitionierte Ziele, infrastrukturelle Lücken

In Deutschland hingegen sind viele Verwaltungsprozesse nach wie vor papierbasiert. Digitale Wohnsitzummeldungen, vollständig elektronische Bauanträge oder durchgängig digitale Genehmigungsverfahren sind vielerorts noch kein Standard. GREENFIBER-Geschäftsführer Uwe Krabbe bringt es auf den Punkt: „Digitale Verwaltung braucht mehr als gute Software – sie braucht vor allem eine stabile, leistungsfähige Infrastruktur. Ohne flächendeckende Glasfaseranschlüsse bleiben viele Digitalisierungsprojekte Stückwerk.“

Glasfaser als Voraussetzung

Für Behörden sind schnelle und zuverlässige Datenverbindungen laut GREENFIBER unverzichtbar: Große Datenmengen, sichere Kommunikation, Echtzeit-Zugriffe und cloudbasierte Anwendungen setzen eine leistungsfähige Netzanbindung voraus. Glasfaser biete dabei nicht nur hohe Bandbreiten, sondern auch die notwendige Stabilität und Zukunftssicherheit.

Foto: GREENFIBER – ein junges Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Hamburg, das sich auf den Glasfaserausbau in bisher unterversorgten Regionen spezialisiert hat – von der Planung über den Bau bis zum Betrieb der Netze.

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