Sommerhitze bedroht heimische Bäche

wS/si – Siegen – Das schöne Wetter der letzten Wochen mit hochsommerlichen Temperaturen und insgesamt nur geringen Niederschlägen hat bei den heimischen Gewässern deutliche Spuren hinterlassen. Wo normalerweise ein ansehnlicher Bach fließt, ist vielfach nur ein kleines Rinnsal übrig geblieben. Viele Quellen sind bereits trocken und auch in Weihern und Teichen ist der Wasserspiegel bedrohlich gesunken.

Daher sollte momentan auf eine Wasserentnahme aus Bächen verzichtet werden. Hierauf weist die Umweltabteilung der Stadt Siegen hin. Stark betroffen ist vor allem die Fischfauna, die gleich doppelt bedroht ist: von den sinkenden Wasserständen – im Extremfall bis zum Austrocknen des Bachbetts – und von den hohen Wassertemperaturen, die für bestimmte Fischarten wie Forellen oder Äschen lebensbedrohlich sein können.

Aufgrund der geringen Wassermenge im Bachbett verschlechtert sich die Gewässergüte, da jetzt weniger Wasser zur Verdünnung von Abwassereinleitungen zur Verfügung steht. Gleichzeitig sinkt aufgrund der erhöhten Wassertemperaturen der Sauerstoffgehalt im Wasser, was die Fische einem regelrechten Sauerstoffstress aussetzt. Wenn nun noch Wasser aus den Bächen abgepumpt und zur Bewässerung von Gärten eingesetzt wird, verschärft sich die ohnehin kritische Situation noch weiter.

Dr. Bernhard Kraft, Leiter der städtischen Umweltabteilung, appelliert deshalb an alle Anlieger von Gewässern, auf eine Wasserentnahme aus den Bächen und Teichen zu verzichten. Diese ist bei Einsatz von Pumpen ohnehin erlaubnispflichtig, in der derzeitigen Situation jedoch auf keinen Fall zu rechtfertigen.

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