Robin Wick stößt Tür zur großen DSDS-Bühne auf

(wS/jk) Köln/Kreuztal – Robin Wick ist derzeit ein gefragter Mann. Wöchentliche TV-Auftritte zur besten Sendezeit am Samstagabend, zwischendurch Fotoshooting und Autogramme schreiben für die Fans – leider mit einem unschönem Ende in Stuttgart (siehe Extra-Bericht) -, um dann wieder im Fernsehen bei RTL zu glänzen. Der Publikumsliebling von „Deutschland sucht den Superstar“ bekommt dabei viel Unterstützung: Über 160.000 „Robstars“ bei „facebook“ hat er aktuell im Rücken. „Dass ich diesen immensen Hype jetzt schon bekomme, hätte ich nie gedacht“, strahlt Robin mit der Frühjahressonne um die Wette.

Für den 17-jährigen Kreuztaler läuft es rund: Er ist unter den letzten 20 „DSDS“-Kandidaten auf Kuba und hat damit bereits einen Fuß auf die große Bühne der „Live-Challange-Shows“ gesetzt. Das Etappenziel auf seiner Mission, der erste Siegerländer „Superstar“ zu werden, ist nah. „Die Erfahrungen, die ich auf Kuba gemacht habe, kann mir keiner mehr nehmen“, sagt Robin Wick mit einem breiten Grinsen im Gesicht in der „wirSiegen“-Redaktion, wo er während seiner munteren Tour Station machte.

Im Oldtimer-Cabrio geht es für (oben v.l.) Robin Wick, Enrico von Krawczynski, Burak Küleki und Ibrahim Barrie (vorne) durch die kubanische Hauptstadt Havanna. Die beiden Letztgenannten sind bereits ausgeschieden.

Im Oldtimer-Cabrio geht es für (oben v.l.) Robin Wick, Enrico von Krawczynski, Burak Küleki und Ibrahim Barrie (vorne; beide raus) durch Havanna. Fotos (2): RTL / Stefan Gregorowius

Das sonst makellose Aussehen des „Sonnyboys“ hat in der jüngsten Castingshow-Folge aber etwas gelitten. Sein Gesicht war nämlich das Gesprächsthema Nummer eins unter den verbliebenen „DSDS“-Kandidaten. Eine Bakterien-Infektion trübte das Erscheinungsbild: „Seit Tagen laufe ich mit den dicken Flatschen im Gesicht durch die Gegend“, bedauert Robin Wick vor der RTL-Kamera. Für den Mädchenschwarm ist das ärgerlich. „Das lief gar nicht“, erklärt Robin, der sein Lächeln aber nicht verliert: „Ich bin immer noch ein hübscher Typ, nur halt mit der Sache im Gesicht“, schmunzelt er.

Bieber im „Dschungelcamp“

Mit ein Grund dafür, dass Robin jetzt meint: „Am Dschungelset, das war nicht so mein Tag!“ Der Weg zur Bühne, die sich auf einem Steg befindet, ist hier bereits abenteuerlich genug. Mit Kanus fahren Robin Wick und sein Teamkollege Enrico von Krawczynski los, überwinden einige Hürden und fühlen sich schon wie im „Dschungelcamp“. Schlangen, Kakerlake oder Würmer begegnen ihnen aber nicht. Stattdessen finden sie die Jury am Dschungel-Teich und können ihren ausgewählten Song „Boyfriend“ von Justin Bieber performen.

Rapper Kay One nennt die beiden „Herpes-Boy“, weil sich auch Enrico eine Salbe ins Gesicht geschmiert hat. Robins Kumpel auf der karibischen Ferieninsel zeigt Solidarität. Er ist aber gleichzeitig sein größter Konkurrent im Wettbewerb. Eine gewagte Konstellation also: „Das ist für die Dramaturgie perfekt, aber ich hätte darüber mehr nachdenken müssen. Wir sind uns in der Hinsicht darauf, als was man uns vermarkten kann, sehr ähnlich. Letztlich war aber auch etwas Zeitdruck da, so dass ich nicht lange überlegen konnte, ob die Konstellation für mich vorteilhaft ist“, gesteht Robin ehrlich.

Trotz Infektion: Robin Wick (li.) und Enrico Krawczynski performen im Dschungelset den Song "Boyfriend".

Trotz Infektion: Robin Wick (li.) und Enrico Krawczynski performen im Dschungelset den Song „Boyfriend“.

Wie die Song- und Teamauswahl zustande kam, erklärt der Berufsschüler prompt: „Dieter Bohlen, der uns wieder gecoacht hat, spielte einige Songs vom Computer vor: Wenn jemandem ein Song gefallen hat, dann musste er sich melden. Alle, die denselben Song gewählt haben, kamen in eine Gruppe. Am Ende standen Enrico und ich alleine da, weil wir alle Songs, die vorher kamen, nicht so passend fanden. Es war dann Enricos Vorschlag, dass wir ‚Boyfriend‘ singen.“ Robin stimmte zu. Jedoch hatte sein Insel-Freund einen klaren Vorteil.

„Mein Tanz ist cool“

„Enrico ist ein totaler Justin Bieber-Fanatiker und beherrscht die Nummern einfach. Für mich war der Song eine größere Herausforderung. Ich kannte zwar ein paar Zeilen, aber im Großen und Ganzen hatte ich viel zu lernen. Das Lied klingt auf den ersten Blick leicht, aber es ist schwer zu singen“, erläutert Robin. Der Siegerländer sieht derweil auch markante Unterschiede zu seinem blonden Mitstreiter: „Mit meinen Tänzen mache ich mehr Entertainment und möchte den Zuschauer unterhalten sowie eine tolle Show darbieten.“

Den „Moonwalk“ habe ich mir selbst beigebracht. Freunde haben den im Sportunterricht gemacht und da habe ich mir gedacht: Das willst du auch können.(Robin Wick über seine Tanzkünste)

Bei mir ist die Ähnlichkeit mit Luca Hänni besonders gefährlich. Die Parallele ist eben da und deshalb ist die Gefahr groß, dass man irgendwann sagt: Das hatten wir schon mal. (Robin Wick über den Vergleich mit Luca Hänni, „DSDS“-Gewinner 2012)

 

Der originelle Tanz der stets authentischen „DSDS“-Stimmungskanone ist fast schon ein Markenzeichen geworden. „Ich finde der kommt eigentlich ganz lustig an und ich persönlich finde ihn cool“, lacht Robin. „Im Fernsehen kommen meine Auftritte immer witzig rüber und alle haben Spaß“, freut er sich darüber. Doch diesmal konnte eine Tanzeinlage nicht helfen: Während Enrico nach der „Dschungel-Nummer“ direkt eine Runde weiter ist, muss Robin etwas zittern. „Wir haben nicht direkt Bescheid bekommen, ob wir weiter sind oder nicht und die Anspannung war groß“, erzählt er. Quälende Minuten vergehen.

Cooler Typ auf Superstar-Kurs: Robin Wick (17) lebt seinen Jugendtraum. "Mit meiner Musik möchte ich etwas erreichen"; sagt er.

Cooler Typ auf Superstar-Kurs: Robin Wick (17) lebt seinen Jugendtraum. „Mit meiner Musik möchte ich etwas erreichen“; sagt er. Archiv-Foto: wirSiegen.de

Dann endlich darf der 17-Jährige mit Yasemin Kocak, Thomas Zbinden und Ellen Victoria vor die Juroren treten. Das Urteil ist „nicht zerschmetternd gewesen“, so Robin, „aber einen Riesenunterschied zwischen Enrico und mir gab es meiner Meinung nach nicht. Ich habe das ganz cool gemacht und mich keineswegs blamiert“, stellt der talentierte Nachwuchs-Musiker klar.

„Ich war gut vorbereitet, hatte den Song ordentlich einstudiert, auch wenn ich mehr Arbeit damit hatte“, fügt er an. Seine Darbietung findet auch die Jury, bei der Robin erneut Sympathien wecken konnte, ordentlich. Nur „Mietze“ Katz fährt etwas die Krallen aus und faucht: „Am Ende klang es nach Aprés-Ski“. Doch der junge Kreuztaler kommt locker weiter. Geschafft! Jetzt ist die Chance auf den Einzug in die Live-Shows bei „DSDS“ groß und Robin weiß: „Nun sind nur noch die Besten an Bord und bald muss man mehr mit der Stimme statt mit der Performance punkten. Am Ende entscheiden Nuancen.“

 

Da ich immer gute Kritiken bekommen habe, hielt sich die Angst, dass ich rausfliegen würde, in Grenzen. Ich habe einfach gehofft, dass die Jury fair und gerecht entscheidet. (Robin Wick über die Anspannung vor der Jury-Entscheidung)

Dass Fabio Lentini ausgeschieden ist, finde ich besonders schade. Er hat eine coole Stimme und ich habe mich mit ihm sehr gut verstanden. Dass er so früh rausfliegt, damit hätte keiner gerechnet. Für andere tat es mir leid, weil ihre Träume zerplatzt sind. (Robin Wick über das Aus einiger Kandidaten)

 

Doch dass Robins Gesang mit der Konkurrenz mithalten kann, hat in der Vorwoche selbst Schlager-Diva Marianne Rosenberg eingesehen. Jurychef Dieter Bohlen lobte den Strand-Auftritt: „In diesem Wettbewerb könnt ihr es weit schaffen.“ Eine Erwartungshaltung, der man natürlich gerecht werden muss, was auch der clevere Robin erkannt hat: „Erstmal chillen geht nicht. Den Satz habe ich zwar vernommen, aber in diesem Moment habe ich mir kaum Gedanken gemacht. Ich habe das ausgeblendet und mich auf den nächsten Auftritt konzentriert.“ Es war der richtige Weg.

Rückblickend steht für Robin Wick jetzt schon fest: „Der Auftritt in der Gruppe am kubanischen Strand war jener, mit dem ich selbst am meisten zufrieden war und würde sogar sagen, dass ich da kaum etwas hätte besser machen können. Mein absolutes Highlight. Alles stimmte: die Atmosphäre, ohne viel Hightech, war cool und ich habe gut gesungen“, so der selbstkritische Teenager. Zum Glück geht es in der nächsten „DSDS“-Folge kommende Woche wieder an den Strand – diesmal aber als Einzelauftritt.

Doch der Wettbewerb wird immer härter. Das „Favoriten-Sterben“ ist bei der RTL-Castingshow nie ausgeschlossen. „Jetzt noch rauszufliegen wäre mies und das geht dann wohl auch mehr an die Psyche, als wenn man am Anfang ausscheidet“, ist Robin Wick bewusst. Doch führt sein Weg nun in die Live-Shows, dann könnte der nächste „Superstar“ schon bald tatsächlich die folgenden Attribute tragen: Ehrlich, offen, pfiffig und smart.

Bericht: Jürgen Kirsch
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