VIDEO: Flüchtlinge wurden in Burbach misshandelt



(wS/jk) Hagen/Siegen – Schwere Vorwürfe werden derzeit gegen das Sicherheitsunternehmen in der Notunterkunft für Flüchtlinge in Burbach erhoben. Dabei ist es nicht nur zu gewalttätigen Übergriffen gekommen, sondern Asylbewerber sind im betrunkenen Zustand ferner noch schwer misshandelt worden.

Die von einer Essener Firma betriebene Flüchtlingsunterkunft steht in der Kritik, da es in Burbach in der Nacht von Freitag auf Samstag zu einem Polizeieinsatz kam, der die Missstände ans Tageslicht beförderte. Im Einzelfall sollen mindestens vier Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens Asylbewerber mehrfach im Zustand der Trunkenheit gedemütigt haben. Weiterhin wurden Asylbewerber geschlagen. Die Täter traten ihr Opfer mit den Füßen auf den Kopf.

Unter Androhung von Schlägen wurde ein Flüchtling gezwungen, sich auf eine Matratze zu legen, auf der bereits sein Erbrochenes lag. Das Video dazu liegt wirSiegen vor. Wie inzwischen bekannt wurde, ist das beteiligte Personal der Polizei bereits aufgrund von Vorstrafen wie Körperverletzungen, Waffenverstoß, Betrug und Drogen bekannt.

Der Security-Dienst wurde inzwischen ausgetauscht, wie man auf einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag mitteilte. Sowohl die Bezirksregierung Arnsberg als auch die Staatsanwaltschaft sowie die Polizei in Hagen haben die Ermittlungen in dieser Angelegenheit aufgenommen.

Mit einem Sofortprogramm hat Arnsbergs Regierungspräsident am Wochenende auf belastendes Bildmaterial gegen einen privaten Sicherheitsdienst in der Flüchtlingsunterkunft Burbach im Kreis Siegen-Wittgenstein reagiert. „Wir senden damit ein klares Signal an die Unternehmen, die wir für den Schutz der Menschen in diesen Unterkünften bezahlen“, erklärte Regierungspräsident Gerd Bollermann am Sonntag. „Wer Kriminelle beschäftigt, die Gewalt gegen Asylbewerber ausüben und sie drangsalieren, fliegt raus.“ Seit Freitag 24 Uhr arbeitet in Burbach ein neuer Sicherheitsdienst. Zusätzlich gilt seit dem Wochenende ein umfassendes Auflagenpaket, das über die bisher üblichen Auflagen hinausgeht.

Mit dem Sieben-Punkte-Programm nimmt die Bezirksregierung Arnsberg den Betreiber der Burbacher Unterkunft stärker in die Verantwortung. Er muss künftig belegen, dass dort nur geprüftes Sicherheitspersonal mit Führungszeugnis die Flüchtlinge schützt. Das Betreiberunternehmen hat heute schriftlich zugesichert, dass es die Punkte erfüllten wird.

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