So wirkt sich der Lokführer-Streik in der Region aus

(wS/jk) Siegen-Wittgenstein – Seit 2 Uhr nachts am heutigen Donnerstag ist auch der Personenverkehr der Deutschen Bahn (DB) vom bislang längsten Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) betroffen. Noch bis Montag, den 10. November 2014, um 4 Uhr müssen sich Bahn-Reisende bundesweit auf Einschränkungen einstellen. Die Auswirkungen des Lokführer-Streiks sind auch in Siegen-Wittgenstein und den angrenzenden Regionen spürbar.

Der Regional-Express nach Köln auf dem Abstellgleis am Siegener Bahnhof. Die Zug-Verbindung in die Domstadt ist am stärksten vom Streik betroffen. Fotos: Jürgen Kirsch

Der Regional-Express RE 9 nach Köln auf dem Abstellgleis am Bahnhof Siegen. Die Zug-Verbindung in die Domstadt ist am stärksten vom Streik betroffen und fällt komplett aus. Fotos: Jürgen Kirsch

Ein Ersatzfahrplan wurde eingerichtet und der Tenor ist durchaus positiv: „Rund 30 Prozent aller Züge verkehren in Nordrhein-Westfalen“, erklärte ein DB-Sprecher gegenüber wirSiegen.de und beschrieb auch die bisherige Resonanz der Bahnkunden. „Da der Notfahrplan greift und wir auf den Streik vorbereitet sind, ist die Situation entspannt“, sagte er.

RE 9 von Siegen nach Köln fällt komplett aus

Die Bahn empfiehlt sich vor Reiseantritt im Internet über die Zugverbindungen zu informieren. Für Smartphone-Nutzer wird die App „DB Navigator“ empfohlen. Zudem gibt es eine kostenlose Service-Rufnummer unter 0800 – 0996633. Kurzfristige Änderungen, die auch im Normalbetrieb auftreten können, werden darüber hinaus über Twitter kommuniziert.

Doch wie sieht die Lage konkret in Siegen-Wittgenstein aus? Am stärksten vom GDL-Streik betroffen ist die Zug-Verbindung zwischen Siegen und Köln. Der Regionalzug RE 9 (Aachen – Siegen) fällt während des Arbeitsausstands der Lokführer komplett aus. „Um Kapazitäten auf anderen Linien zu gewinnen, musste diese Express-Anbindung leider gekappt werden“, so der Bahnsprecher. Eingeschränkt fährt aber die Regionalbahn nach Au (Sieg).

RB 93 und RB 92 fahren im Zwei-Stunden-Takt

"Zug fällt heute aus" trotz vieler Einschränkungen ist die Situation an den Bahnhöfen noch entspannt.

„Zug fällt heute aus“ – doch trotz vieler Einschränkungen ist die Situation an den Bahnhöfen noch entspannt.

Von dort fahren die S-Bahn-Linien in die Richtung der Domstadt derzeit im 1-Stunden-Takt. Für Reisende, die nicht auf andere Verkehrsmittel umsteigen möchten oder können, gibt es nur Alternativen durch Umwege über Hagen oder Dortmund (zum Beispiel der NRW-Express RE 1), um nach Köln zu kommen.

Bis zu einer Stunde kann die Reise in diesem Fall länger dauern. Eine teurere, aber gleichwohl schnellere Variante funktioniert über den Fernverkehr ab Hagen. Besser sieht es aktuell für die Verbindung zwischen Siegen und Bad Berleburg aus. Die Rothaarbahn (RB 93) fährt ebenso wie die RB 92 (Finnentrop – Olpe) zuverlässig im Zweistunden-Takt.

Privatbahnen von Abellio und HLB nicht betroffen

Dagegen sind die RB 95 zwischen Betzdorf, Siegen und Dillenburg sowie die Kurhessenbahn zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe mit Endstation in Marburg im Normalbetrieb unterwegs. Nicht betroffen sind die Privatbahnen. So fahren alle Züge der Abellio (nach Hagen/Essen) und der Hessischen Landesbahn (nach Gießen/Frankfurt) planmäßig.

Bericht: Jürgen Kirsch

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