Misshandelter Hund Peter: PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

(wS/red) Siegen/Kreuztal/Stuttgart – Skrupellose Tat: Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche wurde auf einem Schotterparkplatz am Waldrand zwischen den Kreuztaler Ortsteilen Krombach und Welschen Ennest ein völlig verwahrloster Hund gefunden (wir berichteten).

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Peter an dem Tag, als er ins Tierheim gebracht wurde. (Foto: Tierheim)

Das Tier war bis auf die Knochen abgemagert, dehydriert und überhitzt. Der Körper des völlig geschwächten Vierbeiners war übersät von mit Maden befallenen Wunden, sein Fell verfilzt und verkotet. Vermutlich wurde der Hund ausgesetzt und zuvor misshandelt. Im Tierheim Siegen wurde der von den Mitarbeitern Peter getaufte Rüde tierärztlich versorgt. Möglicherweise handelt es sich um einen Hütehund-Mischling im Alter zwischen drei und sieben Jahren. Hinweise auf den ehemaligen Halter und/oder den Tierquäler nehmen das zuständige Veterinäramt und das Tierheim Siegen entgegen. Bislang gingen beim Tierheim noch keine nennenswerten Hinweise ein. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Informationen aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Zeugen, die Hinweise beisteuern können, haben auch die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym.

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wirSiegen.de konnte sich am Donnerstag von dem aktuellen Zustand von Peter überzeugen…

„Bitte helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Immer wieder werden Vierbeiner rücksichtslos ‚entsorgt‘ und an abgelegenen Orten ausgesetzt, wo sie qualvoll sterben. Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Wer das Leid eines Hundes so kaltblütig in Kauf nimmt, der schreckt möglicherweise auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“

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…es geht Peter schon erheblich besser…

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

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…und er ist sehr zutraulich. (Fotos: wirSiegen.de)

Die Tierrechtsorganisation macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut § 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 Tierschutzgesetz erfüllt. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Dieselben Gesetze greifen auch für die nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung von Tieren sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
Im März 2014 verhalf PETAs Belohnungsauslobung dazu, einen Tierquäler zu überführen, der einen Schäferhundmischling ausgesetzt hatte. Das Tier war im Wald angebunden worden und dort qualvoll verhungert.
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