"Sport und Inklusion" – Das passt sehr gut!

Teilnehmer

Die Teilnehmerinnen lernten bei der Fortbildung sehr viel. Fotos: INVEMA.

(wS/kr) Kreuztal –  Das Projekt „Teilhabe ermöglichen: Trägerberatung zur Umsetzung von Inklusion im Freizeitbereich“ das im vergangenen Jahr mithilfe der Aktion Mensch beim Kreuztaler Inklusionsverein INVEMA e.V. initiiert wurde, hat jetzt erstmals in Kooperation mit dem Kreissportbund Siegen-Wittgenstein e.V. eine neue Fortbildung ausgerichtet, die zum Ziel hat Übungsleiter(innen) aus dem Kinder- und Jugendbereich dahingehend zu schulen, ihre eigenen Sportangebote inklusiv zu gestalten. Das heißt, dass auch Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung selbstverständlich an den bestehenden Sportangeboten teilhaben können.

Einige Sportvereine setzten Inklusion schon seit Jahren um

„Sport und Inklusion – passt das?“ war die Frage, die Florian Becker, Sportwissenschaftler am Frechener Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport zu Beginn des Fortbildungstages an die 20 teilnehmenden Übungsleiter(innen) richtete und die Frage zugleich bejahte. Neben theoretischen Inhalten zum Themenkomplex Inklusion wurden den Teilnehmenden in der Selbsterfahrung nahe gebracht, was man beachten sollte, damit alle mit Spaß an der Gruppenstunde teilnehmen können. Dazu gehörten kleine Bewegungsspiele wie Aufwärmspiele, Fangspiele, kooperative Spiele und Staffelspiele aber auch die Arbeit an Stationen und mit Bewegungslandschaften. Man sollte flexibel bleiben was das Regelwerk angeht und kreativ sein, wenn es um die Umsetzung der Angebote geht, so Florian Becker.“

Einige Sportvereine setzen Inklusion schon seit Jahren ganz selbstverständlich um. So berichtete Sabine Jung, Übungsleiterin beim TVG Buschhütten 1885 e.V.:“ Beim TVG Buschhütten haben wir schon seit über 10 Jahren Menschen mit Beeinträchtigung dabei und haben damit sehr positive Erfahrungen gemacht. Man sollte darauf achten, dass man dann nicht allzu große Gruppen hat und man braucht je nach dem auch mehr Helfer. Bei uns haben wir aber auch im Leistungsbereich damit kein Problem.“

Fortbildung wird im September noch einmal angeboten

Die Resonanz auf die Fortbildung war so positiv, dass das INVEMA-Projektteam und der Kreissportbund sich einig sind, dass die Fortbildung im Rahmen des Inklusionsprojekts am 6. September 2014 noch einmal kostenlos angeboten wird, bevor sie der Kreissportbund in das reguläre Fortbildungsangebot mit aufnimmt. Anmeldungen werden ab sofort beim Kreissportbund und beim Projektteam vom Verein INVEMA e.V. entgegengenommen. Wer möchte kann die Fortbildung auch gegen die übliche Gebühr zur Lizenzverlängerung des Übungsleiter-C Scheins nutzen.

Kontakt beim Verein INVEMA e.V.:Christina Jaeschke – Telefon:(02732) 55290-23;c.jaeschke@invema-ev.de; Kontakt beim Kreissportbund Siegen-Wittgenstein e.V.:Holger Bald – Telefon: 0271-41115; e-mail:ksb-siegen-wittgenstein@online.de.

SelbsterfahrungTeilnehmer

„Selbsterfahrung“ war bei der Fortbildung ein wichtiges Thema.

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