Schnelle Hilfe bei Herzstillstand

Initiative „Ersthelferkonzept Gemeinde Burbach“ will Leben retten

(wS/bu) Burbach. Bei einem pötzlichen Herzstillstand zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es, sofort Hilfe zu leisten. „Das ist einfacher, als viele denken“, unterstreicht Kai Langenbach, Sprecher der Initiative „Ersthelferkonzept Gemeinde Burbach“. „Wenn man eine Person auffindet die bewusstlos ist und nicht oder nicht normal atmet, muss nach dem Notruf unter der Nummer „112“ sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Vom Prinzip kann man sich das ganz einfach merken: Prüfen, Rufen, Drücken. Wenn noch eine zweite Person anwesend ist, sollte diese einen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) holen“, so Langenbach, die zukünftig in jedem Ort der Gemeinde Burbach öffentlich zur Verfügung stehen sollen.

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Kai Langenbach, Sprecher der Arbeitsgruppe Ersthelferkonzept, und Bürgermeister Christoph Ewers werben anlässlich der Woche der Wiederbelebung für die einfache Botschaft „Prüfen, Rufen, Drücken“ im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. (Foto: Gemeinde)

Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu signalisieren, wie einfach Hilfe möglich ist, hängen passend zur Woche der Wiederbelebung in Würgendorf und Burbach große Hinweistransparente. Hier wird bildhaft dargestellt, was im Falle des Falles zu tun ist. An verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet sollen die großen Folien zukünftig aufmerksam machen, wie einfach ein Leben gerettet werden kann. „Mit dem Ersthelferkonzept werden verschiedene Zielsetzungen verfolgt“, sagt Bürgermeister Christoph Ewers. „Zum einen die Öffentlichkeit informieren, dass schnelle Hilfe wichtig und einfach möglich ist, zum anderen aber auch, flächendeckend im Gemeindegebiet öffentliche Defibrillatoren, kurz AED, anzubringen. Mit Hilfe von Kai Langenbach können schon jetzt mindestens sieben Stück beschaftt werden, schön wäre es, wenn im ersten Schritt neun Geräte gekauft werden könnten.“ Die Geräte sind so konzipiert, dass sie den Ersthelfer durch Sprachanweisungen bei den Maßnahmen anleiten, sobald sie im Notfall eingesetzt werden. „Es braucht hier also niemand Scheu davor zu haben, die Geräte zu nutzen oder zu bedienen. Nichts ist im Falle des Herz-Kreislaufstillstands schlimmer, als nicht zu helfen“, so Kai Langenbach, der als Rettungsassistent aus Erfahrung spricht. Er wirbt zusammen mit Bürgermeister Christoph Ewers um weitere Spenden. Ein Spendenkonto ist dafür eingerichtet worden: Konto-Nr. 42 bei der Sparkasse Burbach-Neunkirchen 46051240, IBAN DE 47 46051240 0000 000042, SWIFT/BIC: WELADED1BUB Verwendungszweck: Anschaffung AED. Eine Spendenquittung wird auf Wunsch gerne ausgestellt. Auf dem Überweisungsträger ist dann die Anschrift anzugeben.

„Wir würden uns freuen, wenn weitere Gelder eingehen, um flächendeckend die Versorgung zu ermöglichen“, appellieren Ewers und Langenbach. „Wenn dadurch nur ein Leben gerettet werden kann, hat sich die Investition schon gelohnt.“ Aufmerksam macht Langenbach in diesem Zusammenhang auch auf Schulungen, die ebenfalls zum Konzept gehören. Die erste findet statt am 20. Oktober um 20.00 Uhr im Würgendorfer Bürgerhaus. „80 % aller Fälle des plötzlichen Herztodes treten zu Hause auf, dann ist frühes Erkennen wichtig. Das erhöht die Überlebenschance.“ Der Kurs ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die AG Ersthelferkonzept um ihren Sprecher Kai Langenbach setzt sich intensiv für die Aufklärung und die Akutversorgung im Zusammenhang mit dem plötzlichen Herztod ein. Die Ziele der Mitglieder aus den Reihen der Burbacher Feuerwehr, des DRK Burbach und des DRK Hickengrund sind, die Bürger über den plötzlichen Herztod, sowie Wiederbelebungsmaßnahmen zu informieren und zu sensibilisieren, öffentliche AED bereitzustellen und dafür zu werben, im Notfall Hilfe zu leisten.

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