BKA: Schlag gegen Cyberkriminelle – weltweites Botnetz zerschlagen

(wS/ots) Wiesbaden – Das Bundeskriminalamt (BKA) hat den in  Deutschland gehosteten Teil der Netzinfrastruktur eines weltweiten  Botnetzes von Cyberkriminellen deaktiviert.

Diese Maßnahme war Teil  von internationalen Ermittlungen in Großbritannien, Italien und den  Niederlanden, die auch von mehreren IT-Firmen unterstützt wurden. Die Arbeitsgruppe „Joint Cybercrime Action Task Force (J-CAT)“ des  European Cybercrime Centre (EC3) von Europol hatte das gemeinsame  Vorgehen koordiniert. Nach bisherigen Erkenntnissen waren weltweit  3,2 Millionen Computersysteme Teil des sogenannten Ramnit-Botnetzes.

In einem Botnetz wird eine Vielzahl von Computern, die von  Cyberkriminellen zuvor mit Schadsoftware infiziert wurden, zu einem  kriminellen Netzwerk zusammengeschlossen. Dadurch können die Täter  die Computersysteme unbemerkt vom Nutzer übernehmen und  beispielsweise persönliche Daten wie Passwörter und  Bankinformationen stehlen oder den Antivirenschutz außer Kraft  setzen. Die Schadsoftware gelangte im Fall des „Ramnit-Botnetzes“ auf verschiedene Weise auf die Computer, etwa über infizierte Links in  E-Mails oder allein beim Besuch von infizierten Webseiten.

Für BKA-Präsident Holger Münch ist dieses Verfahren ein weiterer  Beleg für die Dimension kriminellen Handelns im Internet: „Das Ausmaß dieses Botnetzes, die Anzahl von über drei Millionen Geschädigten  sowie die Internationalität des kriminellen Handelns unterstreicht,  wie wichtig schlagkräftige nationale wie internationale Kooperationen der Strafverfolgungsbehörden, aber auch Allianzen mit der Wirtschaft  sind. Nur so können wir die Bürgerinnen und Bürger vor  Cyberkriminellen schützen.“

Nutzer der infizierten Computer in Deutschland werden in  Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informationstechnik (BSI) von  ihren Providern informiert.

hacker am laptop

Symbolbild: Fotolia

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