559 Motorräder kontrolliert, 52 zu schnell, 2 Fahrern droht Fahrverbot

Polizeiliche Kontrollmaßnahmen gegen rasende Motorradfahrer in Siegen-Wittgenstein

(wS/ots) Siegen-Wittgenstein – Auch im Kreis Siegen-Wittgenstein wurden am vergangenen Wochenende wieder polizeiliche Kontrollmaßnahmen gegen rasende Motorradfahrer durchgeführt. Mit immerhin insgesamt acht Teams -rekrutiert aus Beamten der Polizeiwachen in Siegen, Kreuztal, Bad Berleburg und Wilnsdorf sowie vom Verkehrsdienst – war die Kreispolizeibehörde dabei im Einsatz.

559 Kräder wurden von den Beamten auf den bekannten unfallkritischen Strecken in der hiesigen Region (u.a. Netphen, B 62, Hilchenbach, B 508 – Wilnsdorf, B 54) kontrolliert. 52 der Zweiradfahrer waren zu schnell unterwegs. 2 sogar derart zu schnell, dass ihnen nun neben Punkten in Flensburg und einer saftigen Geldbuße auch noch ein mehrwöchiges bzw. mehrmonatiges Fahrverbot droht.

Archivbild: Hercher

Archivbild: Hercher

Siegmar Kiepke, Polizeihauptkommissar und Leiter der Führungsstelle der Direktion „Verkehr“, weiß genau, dass es auch in unserer Region nur eine kleine Gruppe von Rasern ist, die sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. „Diese rücksichtslosen Biker ignorieren nicht nur alle Geschwindigkeitsregeln, sie nutzen und missbrauchen die Straßen der Region als illegale Rennstrecken“, so Kiepke. „Und zu hohe Geschwindigkeit ist lebensgefährlich und nach wie vor der Killer Nummer 1 auf unseren Straßen.“

Der negative Spitzenreiter hatte bei einer Kontrolle im Kreuztaler Bereich in einer 70-er-Zone satte 140 km/h auf seinem Tacho stehen. Dazu noch einmal Siegmar Kiepke: „Wir haben nichts gegen den Biker, der Freude an seinem Motorrad und dem damit verbundenen Fahrspaß hat. Rücksichtslose Raser aber gefährden in verantwortungsloser Weise nicht nur sich selbst, sondern uns alle! Und das können und werden wir nicht tolerieren! Die Kreispolizeibehörde wird deshalb die gezielten Kontrollen auch an Wochenenden in Siegen-Wittgenstein fortsetzen.“

Wie gefährlich überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ist, zeigte sich noch am Sonntagabend: Da nämlich verunglückte ein 27-jähriger Kradfahrer folgenschwer in Bad Laasphe auf der B 62. Auch hierbei dürfte nach erster Einschätzung der Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit die vermutliche Unfallursache sein. Der Bad Laaspher war gegen 18.20 Uhr auf seiner Maschine aus Fahrtrichtung Holzhausen kommend in Richtung Leimstruth unterwegs. In einer scharfen Rechtskurve war er gestürzt und mit seinem Zweirad unter die Leitplanke gerutscht. Dabei hatte er sich schwere Verletzungen zugezogen und musste deshalb mit einem Rettungswagen in ein Siegener Krankenhaus gebracht werden. Das unter der Leitplanke verkeilte Kraftrad musste geborgen und abgeschleppt werden.

Für mehr Sicherheit für Motorradfahrer setzt die NRW-Polizei im Übrigen auf eine Doppelstrategie. Neben den konsequenten Geschwindigkeitskontrollen wird zudem für die Teilnahme an Fahr- und Sichertrainings geworben. Diese helfen, den richtigen Umgang mit dem Motorrad zu üben, um auch in schwierigen Fahrsituationen die eigene Maschine beherrschen zu können. Das kann Leben retten.

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