Ausstellung: "Die grüne Ölpest" – Ölpalmenplantagen auf Borneo bedrohen Lebenswelt der Menschenaffen

Vortrag und Ausstellungseröffnung mit dem Biologen, Journalisten und Fotografen Dirk Manderbach in den KlimaWelten Hilchenbach.

(wS/hi) Hilchenbach – Die Klimabildungsstätte Südwestfalen e.V. lädt für Mittwoch, den 18. März 2015, um 19 Uhr zu einem Vortrag mit anschließender Ausstellungseröffnung zu den Folgen der „grünen Ölpest“ – der Zerstörung wertvoller Naturräume durch riesige Palmölplantagen auf Borneo – in die Rämlichkeiten der im Aufbau befindlichen „KlimaWelten Hilchenbach“ (Kirchweg 17 – Alte Florenburgschule) ein.

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Der Orang-Utan kommt heute nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor.

Ursprünglich von Java über die malaiische Halbinsel und Indonesien bis nach Südchina verbreitet, kommen die „Waldmenschen“ – so die wörtliche Übersetzung des malaiischen Wortes Orang-Utan – heute nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor. Aber auch hier in den Tieflandregenwäldern und den Torfmoorwäldern ist die Lage dramatisch. Der World Wide Fund For Nature (WWF), eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt mit Projekten in mehr als 100 Ländern und über fünf Millionen Förderern schätzt den Gesamtbestand der Tiere für Borneo auf nur noch 49 500 Tiere. Das entspricht weniger als einem Drittel des Bestandes zu Beginn der 1990er Jahre. Seit 2004 führt die Weltnaturschutzunion IUCN diese Menschenaffen deshalb als „stark gefährdet“.

Wo Torfmoorwälder seit tausenden von Jahren Heimat boten, wachsen jetzt riesige Ölpalmenplantagen.

Wo Torfmoorwälder seit tausenden von Jahren Heimat boten, wachsen jetzt riesige Ölpalmenplantagen.

Dirk Manderbach begegnete den bis zu 140 Zentimeter großen und 85 Kilogramm schweren Tieren am Ufer des Kahajan Rivers, im Tieflandregenwald Zentral- Kalimantans auf Borneo. Der Vortrag zeigt die faszinierenden Lebewesen, aber auch die verheerende Zerstörung der Orang-Utan-Lebensräume. Wo Torfmoorwälder seit tausenden von Jahren Heimat boten, wachsen jetzt riesige Ölpalmenplantagen. Das hier gewonnene Palmöl versteckt sich als billiges Pflanzenfett in Margarine, Schokolade, Chips, Hautcreme, Lippenstift, Schmiermittel und Duschgel.

Die Ausstellung mit faszinierenden Eindrücken aus Borneo wird im Anschluss an den Vortrag eröffnet und ist am 21. und 29. März in der Zeit von 15-18 Uhr sowie auf Anfrage (unter 02733/ 2366) bis zum 12. April auf Anfrage zu sehen. Der Eintritt ist frei. Um Spenden zugunsten des Aufbaus der KlimaWelten wird gebeten.

Fotos: Dirk Manderbach

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