Henneberg-Cup 2015 startet am Donnerstag

(wS/sp) Wilnsdorf-Gernsdorf – Erst knappe drei Wochen ist es her, dass die Henneberg-Arena fast aus allen Nähten platzte. Die Augenpaare der 955 Zahlenden Zuschauer waren auf den TSV Weißtal gerichtet, der im Rückspiel der Bezirksliga-Relegation aber über ein 1:1 gegen den TuS Grünenbaum nicht hinaus kam und den Gästen aus dem Lüdenscheider Raum den Vortritt lassen mussten.

Drei Tage Fußball pur im Weißtal: Auf dem Kunstrasenplatz der "Henneberg-Arena" warten spannende Duelle. Archiv-Foto: Kirsch

Drei Tage Fußball pur im Weißtal: Auf dem Kunstrasenplatz der „Henneberg-Arena“ warten spannende Duelle. Archiv-Foto: Kirsch

Ab dem kommenden Donnerstag, 16.Juli, rollt nun schon wieder der Ball in Gernsdorf, wenn sechs Teams aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein um den Wanderpokal und Prämien in Höhe von 1000 € spielen. Dabei ist es den Weißtalern gelungen, eine attraktives Teilnehmerfeld auf die Beine zu stellen. „Wir haben uns bewusst für diese Teams entschieden, da sie alle auch immer von einigen Zuschauern begleitet werden. Unser diesjähriger Henneberg-Cup steht ganz im Zeichen unseres Kunstrasenprojekts und der Erlös wird komplett in unsere Sanierung unseres künstlichen Grüns fließen, welche wir für Sommer 2016 eingeplant haben“, hofft Turnierorganisator Stefan Stark auf regen Zuspruch.

„Wir kommen sehr gerne nach Gernsdorf. Das Turnier ist toll organisiert, die Stimmung ist gut und es ist vor allen Dingen aufgrund der Gegner eine richtige Standortbestimmung“, sagt Hickengrunds Trainer Ralf Stein. Der Bezirksligist vom Hoorwasen bekommt es am Freitag (ab 18.30 Uhr) in der Gruppe B mit Landesligist VfL Bad Berleburg und Grün-Weiß Siegen zu tun. Bei den Kurstädtern musste Trainer Andreas Edelmann sein Engagement nun doch kurzfristig beenden. „Es sah eigentlich gut aus, dass Andreas trotz des beruflichen Neustarts unser Coach bleibt. Allerdings hat sich in den letzten Tagen gezeigt, dass er es zeitlich nicht hinhauen wird. Er wollte es ganz oder gar nicht machen“, erklärte der Sportliche Leiter Peter Neusesser, der nun auch als Linienchef fungieren wird. Der VfL hat in diesem Sommer einige Abgänge zu verzeichnen und konnte sich, aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten, nur mit Spielern aus unterklassigen Ligen verstärken. „Wir haben nicht die Möglichkeiten, Spieler aus Hünsborn oder Olpe zu holen. Wir setzen hingegen auf unsere Jugend und Spieler aus dem Umland“, sagt Neusesser. Interessant wird auch zu sehen sein, wie GW Siegen den Abstieg aus der Bezirksliga verdaut hat und ob der Truppe vom Lindenberg zuzutrauen ist, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.

Das Weißtaler Turniersieger-Team mit Betreuer Willy Blasius, Christian Büdenbender, Martin Nöh, Dennis Schmidt, Sandor Karolyi, Bayram Basygit, Michael Seelbach, Kevin Löb, Simon Grisse, Stephan Schneider, Joschka Schirmer, Dominik Meiswinkel, Daniel Singateh, Trainer Alfonso Rubio-Doblas und Torwarttrainer André Werthenbach (hinten, v.li.) sowie Rafael Berndt, Maximilian Schnell, Julian Kucharske,Hassan El Kathib, Ladislav Biro und Mehmet Sukapan (unten, v.li.).

Das Weißtaler Turniersieger-Team 2014 mit Betreuer Willy Blasius, Christian Büdenbender, Martin Nöh, Dennis Schmidt, Sandor Karolyi, Bayram Basygit, Michael Seelbach, Kevin Löb, Simon Grisse, Stephan Schneider, Joschka Schirmer, Dominik Meiswinkel, Daniel Singateh, Trainer Alfonso Rubio-Doblas und Torwarttrainer André Werthenbach (hinten, v.li.) sowie Rafael Berndt, Maximilian Schnell, Julian Kucharske,Hassan El Kathib, Ladislav Biro und Mehmet Sukapan (unten, v.li.). (Foto: Veranstalter)

Tags zuvor, am Donnerstag (ebenfalls ab 18.30 Uhr) eröffnen der TSV Weißtal und der TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf in der Gruppe A den Henneberg-Cup. „So ein Derby ist für meine Jungs immer reizvoll. Wir hoffen auf eine gute Kulisse. In dieser Gruppe sind wir aber Außenseiter“, schätzt Wilnsdorfs neuer Trainer Thomas Wüst die Lage ein. Der TuS wird mit einem rund erneuerten Kader anreisen – unter den zwölf Neuzugängen befinden sich allein sechs Spieler von der TSG Adler Dielfen, wo Wüst Ende März seinen Rücktritt erklärte. „Ich habe aber nur Spieler angesprochen, die Dielfen verlassen wollten!“, stellt der ehemalige Torwart der Salchendorfer Germania klar.

Gastgeber TSV Weißtal setzt auch in dieser Spielzeit wieder voll auf die Jugend. „Wir haben im Laufe der letzten Saison schon eine handvoll Jugendlicher, die auch noch mit der A1 den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft haben, integriert. Das ist unser Weg“, freut sich Linienchef Alfonso Rubio-Doblas auf insgesamt acht Jungs aus dem eigenen „Stall“. Hinzu kommen fünf externe Zugänge.

In der Gruppe A geht zudem das Bezirksliga-Spitzenteam von Fortuna Freudenberg an den Start, wo Trainer Maik Wolf nach 12 Jahren beim SV Rothemühle nun bei den „Fleckern“ eine neue Ära einleiten will. „Unsere Planungen sind darauf ausgelegt, dass sich die teilnehmenden Mannschaften bei unserem Henneberg-Cup erstmals ihren eigenen und natürlich auch fremden Zuschauern präsentieren können. Das sollte für die vielen Fußballfreunde im Siegerland und Wittgenstein sehr interessant werden“, hofft auch der 2. Vorsitzende Carsten Schmidt auf eine große Resonanz.

Die Gruppenspiele im Modus Jeder-gegen-jeden werden über 2×25 Minuten ausgespielt.

Am Samstag folgen dann die Endspiele, die über die volle Distanz gehen werden: Ab 14.30 Uhr wird das Spiel um Platz 5 ausgetragen, weiter geht’s um 16.30 Uhr mit dem Spiel um Platz drei, bevor um 18.30 Uhr das Finale steigt. Wie im Vorjahr wird im Laufe des Abends auch das Weißtaler Sommerfest eingeläutet, sodass auch für den gemütlichen Teil gesorgt ist. „Wir haben die Anstoßzeiten ein wenig vorverlegt. In Wilgersdorf findet die große Ballermann-Party-Night statt und wir wollen so möglichst vielen Leute es ermöglichen, beide Veranstaltungen zu besuchen. Vielleicht kommt ja der ein oder andere Nachmittags zu uns nach Gernsdorf und stimmt sich schon mal ein wenig auf den weiteren Abend ein“, sagt Stefan Stark.

„Wie bereits angedeutet, steht der Henneberg-Cup unter dem Motto „Neues Grün für die Schneeweißen. Wir benötigen die Hilfe aller Freunde des TSV, um dieses Großprojekt zu stemmen“, konstatiert der 2. Vorsitzende Carsten Schmidt und hofft auch darauf, dass möglichst viele Einheimische den Weg auf die Sportanlage in Gernsdorf finden. Was möglich ist, zeigte sich vor drei Wochen. Diesmal soll es aber dann auch sportlich rund laufen für den TSV, der den Titel gerne verteidigen würde, was in dem hochklassigen Teilnehmerfeld aber alles andere als einfach werden wird.

Henneberg-Cup-2015-Plakat

Henneberg-Cup-2015-Spielplan

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