Steinmeier übernimmt die Schirmherrschaft

Steinmeier

Netphens Bürgermeister Paul Wagener besuchte jetzt den Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier an dessen Arbeitsplatz im Auswärtigen Amt in Berlin. Steinmeier übernimmt die Schirmherrschaft des Netpher Stadtjubiläums.Foto:Auswärtiges Amt Berlin.

(wS/net) Netphen/Berlin –  Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr über die 775-Jahr-Feier Netphens, empfing Bürgermeister Paul Wagener kürzlich im Auswärtigen Amt in Berlin. Trotz sehr vieler Termine des Bundesaußenministers, nahm er sich die Zeit zu einem etwa 20-minütigen Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Netphen.

Bürgermeister Paul Wagener schilderte dem  Bundesminister Dr. Steinmeier die aktuelle kommunalpolitische Konstellation sowie die vielen Aktivitäten in der Stadt Netphen. „Unser Schirmherr war über Netphen sehr gut informiert, vermutlich nicht zuletzt deswegen, weil seine Ehefrau Elke aus Salchendorf kommt und er seinen Schwiegervater Lorenz Büdenbender dort regelmäßig besucht“, so  Wagener.

Lob für die mutige Entscheidung in der Schullandschaft

Besonders interessierte sich der Bundesminister für die kommunale Schulpolitik und die Stadtentwicklung. Sehr interessiert nahm er die Neustrukturierung der Schullandschaft in Netphen zur Kenntnis und gratulierte zu der mutigen, ja wegweisenden Entscheidung der Neugründung der Sekundarschule Netphen; zugleich bedauerte er die damit notwendigerweise einhergehenden Schulschließungen.

Erfreut zeigte er sich über die Initiativen, die Bürgermeister Wagener und seine Verwaltung in seiner bisherigen Amtszeit bereits angestoßen haben (Entwicklung des Hauptschulareals in Dreis-Tiefenbach, Entstehung von Bauland auf dem ehemaligen Susan-Gelände, Entwicklung des Marktplatzes in Obernetphen) und solche, die er verwirklichen konnte (Leitbild, Renovierung Freizeitbad, Umgestaltung Lahnstraße, zahlreiche Dorferneuerungsmaßnahmen) oder im städtebaulichen Entwicklungsprozess der Realisierung ein großes Stück näher gekommen sind (Gewerbegebiet „Im Bruch“, Landesprogramm Regionalentwicklung in Ortsteilen nach „LEADER“, Unser Dorf hat Zukunft).

Von Aktionen der kulturtreibenden Vereine beeindruckt

Ebenfalls wusste Dr. Steinmeier um die stetige Dynamik und große Bewegung im städtebaulichen Entwicklungsprozess, die Kreativität und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger. „Von den vielen Aktionen der kulturtreibenden Vereine, insbesondere des Kulturforums Netphen, bin ich sehr beeindruckt,“ so Dr. Steinmeier. Der Bundesminister schien auch auf der  Homepage der Stadt Netphen „gegoogelt“ zu haben, denn er lobte die Einrichtung einer regelmäßigen Bürgersprechstunde und das „Ideen- und Beschwerdemanagement“, das eine schnelle Rückkopplung des Bürgerwillens erlaubt. Desgleichen waren ihm einige Erblasten („Kontaminierung Blashütte“, Discounterfrage im Zentralort) geläufig, die der Bürgermeister bei Amtsantritt 2009 „geerbt“ oder nach jahrelanger Blockade/Untätigkeit früherer Verantwortungsträger übernommen hatte.

Schirmherr der 775-Jahrfeier – Besuch soll später nachgeholt werden

Bei der Aufarbeitung/Lösung dieser Probleme wünschte er dem Bürgermeister sowie seinem Rathausteam eine gute Hand; im künftigen neuen Stadtrat wünschte er gute Mehrheiten und eine erfolgreiche Fortsetzung der Arbeit für Netphen. „Von dem in der Stadt Netphen steckenden großen Potential haben Sie bereits einiges in Bewegung gesetzt“, meint der Bundesminister. Leider könne er an dem Festwochenende (15.-17. August 2014) sehr wahrscheinlich nicht zugegen sein, jedoch wünsche er der 775-Jahr-Feier einen guten Verlauf und den Netpherinnen und Netphern sowie allen Besuchern ein unvergessliches Festwochenende.

Einen Besuch im Rathaus werde er zu einem anderen Zeitpunkt nachholen. Der Bundesaußenminister hat sich in das Gästebuch der Stadt Netphen eingetragen.Paul Wagener gab den Gruß des Außenministers gerne weiter: “ Dr. Steinmeier grüßt uns alle herzlich, denn unsere Region ist ihm „in den letzten 20 Jahren zur zweiten Heimat geworden.“

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