Robin Wick in Kuba ein "kleiner "Frechdachs"

(wS/jk) Kreuztal – Einige Kandidaten mussten bei der „Recall“-Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ in Kuba, die RTL am Samstagabend ausstrahlte, die Koffer packen und die Heimreise antreten. Robin Wick aus Kreuztal ist weiterhin dabei und kann es bei der TV-Castingshow von der karbibischen Insel in die „Mottoshows“ in Köln schaffen. Sein Ziel ist es, der erste Siegerländer „Superstar“ zu werden.

Mit 17 Jahren ist Robin Wick noch jung und vor allem lernfähig. „Ich sehe jetzt die Aufritte von Kuba im Fernsehen und merke, dass ich mich weiterentwickelt habe“, sagt der smarte Kreuztaler im Gespräch mit „wirSiegen.de“. Die Zeit mit „DSDS“ in der Karibik habe ihm viel gebracht, offenbart er. Doch wenn Robin sich selbst jeden Samstag im Fernsehen sieht, ist das für den Teenager nichts Alltägliches. „Ich finde das oft unangenehm“, gibt er zu.

Robin Wick in Havanna, der Hauptstadt von Kuba. Der junge Kreuztaler lebt bei "DSDS" seinen Jugendtraum.

Robin Wick in Havanna, der Hauptstadt von Kuba. Der junge Kreuztaler lebt bei „DSDS“ seinen Jugendtraum. Fotos (4): RTL / Stefan Gregorowius – Alle „DSDS“-Infos auch im Special bei RTL.de.

Das hat einen nachvollziehbaren Grund: „Denn ich bin ziemlich selbstkritisch und überlege dann immer, was ich hätte besser machen können“, so Robin. Bei den Auftritten selbst spielen viele Faktoren eine nicht unwesentliche Rolle. Wenig Schlaf, Nervosität oder auch mal ein Text-Hänger gehören dazu. „Da ist es klar, dass die Auftritte nie perfekt ablaufen“, weiß auch der Mädchenschwarm. Bislang kann er aber vollends zufrieden sein. Nachdem er den „Recall“ in Düsseldorf rockte, sang er nun in Kuba vor.

Eine coole Show in den Straßen Havannas und eine gute Meinung der Jury – von Robin Wick fühlte sich der TV-Zuschauer von Anfang an bestens unterhalten. Mit Ryan Stecken (27) aus Hamburg und Fabio Lentini (18) aus Münsingen performte er den Song „Blurred Lines” von Robin Thicke feat. T.I. & Pharell Williams so gut, dass er zu den fünf Besten dieser Folge gehörte. „Von dem Urteil der Jury war ich echt überrascht“, meint der 17-Jährige heute.

„Denn ich hatte meinen Text vergessen, aber einfach weiter gemacht und im ‚Freestyle‘ etwas zusammen gereimt. Da hatte ich erwartet, dass ich von der Jury Ärger bekomme. Aber sie fanden das gar nicht schlecht. Das hat mich natürlich sehr gefreut“, lacht Robin. Jetzt trat der geborene „Entertainer“  wieder mit „Boy-Tunte“ Ryan Stecken auf. Diesmal waren romantische Duette auf dem nächtlichen Prado in Havanna angesagt. Allerdings im Trio – mit Jaqueline Bloem (24).

Hilfe vom „Pop-Titan“

So kam es dazu: „Die Mädels durften sich ihre Partner aussuchen. Jaqueline hat mich dann ausgewählt und Ryan Stecken war am Ende noch als Einzige übrig. Dann haben wir aus Mitleid gesagt, dass sie bei uns mitmachen kann“, zeigte Robin hier Mitgefühl, was bei Jaqueline Bloem aber Tränen fließen ließ. Sie hatte sich auf ein Liebes-Duett mit Robin gefreut. „Vielleicht etwas zu voreilig gehandelt, anfangs war ich auch nicht glücklich“, räumt der junge Musiker ein.

Doch der clevere Siegerländer sah prompt auch einen Vorteil in dieser sonderbaren Konstellation: „Es kommt vielleicht nicht so schlecht bei der Jury an, wenn wir uns mit unserem Auftritt von der Masse etwas abheben“, überlegte er. Der Plan sollte aufgehen. Unterstützung gab es dabei vom „Pop-Titan“ persönlich. Denn Dieter Bohlen coachte die Proben zu den Auftritten. „Er hat uns sehr geholfen. Dieter hat einfach Ahnung von Musik und gab uns Tipps, wer welchen Part singen könnte“, so Robin.

Macht auch am Karibik-Strand eine gute Figur: Robin Wick beim Recall auf Kuba.

Macht auch am Karibik-Strand eine gute Figur: Robin Wick beim Recall auf Kuba.

Bohlens Vorschlag war dann auch das Lied „Wake Me Up Before You Go-Go“ von „Wham!“ – und Robin Wick schlüpfte in die Rolle des „Gigolo“. „Zwei Frauen und ich kann mich für keine entscheiden“, grinst er. „Es ist letztlich gut gelaufen“, war auch die Jury von Robins Aufrtitt begeistert. Weniger hilfreich war hingegen das Coaching von Choreograf Jorge Gonzalez: „Das hat mir persönlich wenig gebracht“, erklärt Robin. Kein Wunder: Die Performances hatte man sich selbst überlegt.

Am Strand der „Playa del Este“ ging es für Robin Wick auf Kuba dann weiter. Er sang mit drei weiteren Jungs „Count On Me“ von Bruno Mars. Wieder eine tolle Show des aufgeweckten Jugendlichen samt dem originellen „Robin-Tanz“ und viel Jury-Lob! Bei „DSDS“ legt man wert auf Unterhaltung: „Wer eine gute Show abliefert, hat mehr Chancen weiterzukommen, als jemand, der nur gut singt und sich kaum bewegt“, hat Robin erkannt. Für das Auge soll ja schließlich auch etwas geboten werden. Nicht nur am Strand macht der 17-Jährige, der für einen guten Spaß stets zu haben ist, eine gute Figur.

„Kleiner Frechdachs“

In den Straßen Havannas ließ er sich jüngst mit einem Gartenschlauch nass spritzen, zog das T-Shirt aus – und ließ damit viele Mädchen-Herzen höher schlagen. „Ich bin ja ein kleiner ‚Frechdachs‘ und habe Fabio Lentini Wasser in die Hose gekippt, daraufhin hat Elif Batman mich eben nass gemacht. Somit hatte ich einen coolen Auftritt. Im Fernsehen sah ich auch muskelbepackt aus, das kam richtig gut an“, freut sich Robin. Des Nachts war er dann noch an einem „Streich“ beteiligt – mit Folgen.

Deutschland sucht den Superstar

Jaqueline Bloem, Robin Wick und Ryan Stecken (v.l.) performen auf dem Paseo del Prado in Havanna den Song “Wake me up before you go go”.

„Wir sind durch die Zimmer gegangen, um zu sehen, ob es irgendwo eine Affäre gibt. Wir haben uns dann einen kleinen Spaß mit Barrie Ibrahim erlaubt, der offensichtlich etwas unter der Decke versteckte. Das fand er aber gar nicht lustig, deswegen gab es dann im Anschluss noch Stress zwischen Barrie und Enrico von Krawczynski“, berichtet Robin. „Ich bin dazwischen gegangen und wurde geschubst“, fügt er an. Für die RTL-Kameras ein „gefundenes Fressen“, sagt der Kreuztaler. Aber auch in dieser Szene kam Robin Wick sympathisch rüber.

„Jeder kann sich so präsentieren, wie er möchte. Wer etwas auffällt, hat die besseren Karten“, sagt Robin. Wenn der Schüler montags in den Unterricht am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen kommt, sind die Reaktionen seiner Mitschüler auf den neuerlichen TV-Auftritt stets gespalten. „Einige Schulkollegen kommen auf mich zu und sagen ihre Meinung, aber größtenteils wird viel ‚getuschelt‘ statt mit mir über die Sendung zu reden“, schildert das „DSDS“-Sternchen.

Traum im „Paradies“

Es gibt nach wie vor „nicht weiterbringende Kritik“ – auch im sozialen Netz – aber da steht Robin inzwischen drüber. „Anfangs hat mich das noch traurig gemacht, aber mittlerweile weiß ich, dass ich nicht alles an mich heran lassen kann“, gesteht er aber auch, dass einige negative Kommentare etwas nervig sind. Seine Freunde stehen indes hinter ihm: „Sie sind alle sehr zufrieden und einige haben gar nicht gedacht, dass ich so selbstbewusst sein kann“, schmunzelt Robin.

Fabio Lentini, Robin Wick und Ryan Stecken (v.li.) performen in der Calle Cardena in Havanna ihren Gruppensong. Fotos: RTL/Gregorowius

Fabio Lentini, Robin Wick und Ryan Stecken (v.li.) performen in der Calle Cardena in Havanna ihren Gruppensong.

Seine Zeit bei „DSDS“ auf Kuba – es ist wie ein wahrgewordener Traum im „Paradies“. „Man geht mit einer fremden Gruppe in ein schönes Land und das ist dann wie eine Klassenfahrt, bei der es eben um Musik geht. Jeder in dieser Gruppe hat seine Fähigkeiten. Der Vorteil ist, dass man sich von jedem etwas abgucken kann, das ist echt cool“, erzählt der „Siegerländer Jung“, der mit 17 Jahren schon in die weite Welt auszog. 12 Tage Karibik und jeden Tag stand etwas anderes auf dem Programm. Eine aufregende Zeit.

„Die meiste Zeit haben wir wirklich die Performances geprobt und die Songs gelernt. Da blieb keine Zeit dafür, um durch die Stadt zu laufen und schöne Kubanerinnen aufzureißen oder am Strand zu liegen“, witzelt Robin. Für ihn soll die „DSDS“-Zeit noch nicht abgelaufen sein. Der Jugendtraum vom „Superstar“, er lebt. „Es ist vielleicht gesanglich nicht die beste Staffel, aber auf jeden Fall die authentischste“, so Robin.

„Es gibt krass verschiedene Typen, die alle nicht in ihre Rolle gesteckt werden, sondern wirklich so sind“, begründet er. Sein bester Freund auf der Insel, Enrico von Krawczynski, ist dabei zugleich sein größter Konkurrent. „Weil wir ähnliche Typen sind. Wir haben uns aber angefreundet und den Konkurrenzkampf ausgeschaltet“, ist der sympathische Junge aus Kreuztal auf seinem langen Weg zum Ruhm stets kollegial und bodenständig geblieben.

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