ZOB Weidenau: Erster Bauabschnitt fertiggestellt

(wS/si) Siegen – Der Zentrale Omnibus Bahnhof (ZOB) Weidenau ist für den Busverkehr nach dem ZOB Siegen der zweitwichtigste Dreh- und Angelpunkt im Stadtgebiet. 169 Abfahrten und über 300 Busbewegungen verzeichnet die VWS hier jeden Tag; einem Verkehrsaufkommen, für das die Anlage zuletzt nur noch zureichend gerüstet war.

Die Bussteige waren überfüllt, die Fahrbeziehungen sind unflexibel, es kann lediglich ein Gelenkbus den ZOB anfahren; nachfolgende Busse müssen warten und an der Weidenauer Straße blockieren die Busse teilweise einen der Fahrstreifen in Fahrtrichtung Siegen. Zudem erfüllte die Anlage nicht die Anforderungen in Sachen Barrierefreiheit.

Benjamin Hinkel von der Abteilung Straße und Verkehr, VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann und Bürgermeister Steffen Mues (v.li.) testen die neue Verkehrsanlage am Bahnhof Weidenau. Foto: Stadt

Benjamin Hinkel von der Abteilung Straße und Verkehr, VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann und Bürgermeister Steffen Mues (v.li.) testen die neue Verkehrsanlage am Bahnhof Weidenau. Foto: Stadt

Aufgrund dieser Mängel fasste der Rat der Stadt Siegen den Beschluss, den ZOB Weidenau umfassend zu sanieren und zu modernisieren. Hierfür werden in diesem und dem kommenden Jahr insgesamt 1,443 Millionen Euro in die Hand genommen, um mehr Platz für Busse, optimierte Fahrgassen und eine deutlich verbesserte Verkehrssicherheit zu erreichen.

Begonnen wurde mit den Arbeiten zu Beginn der Sommerferien im Juli; im ersten Bauabschnitt sollte zunächst der Bereich vor dem Finanzamt eine neue Busbereitstellung, also einen Wartebereich für Busse erhalten, in der der Asphalt durch Beton ersetzt würde. Außerdem sollten vor dem Eingang zum DB-Bahnhof zwei moderne Wartehäuser entstehen.

Arbeiten kamen gut voran

Einkalkuliert hatte die städtische Abteilung Straße und Verkehr hierfür einen Zeitrahmen von rund zwei Monaten. Doch es kam anders, sehr zur Zufriedenheit aller Beteiligten, nicht zuletzt des Zuschussgebers NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe): die Arbeiten kamen so gut voran, dass Bürgermeister Steffen Mues jetzt bereits die offizielle Verkehrsfreigabe für diesen Bereich erteilen konnte.

Zusammen mit dem städtischen Bauleiter Benjamin Hinkel und VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann machte sich Steffen Mues zuvor ein genaues Bild der aktuellen Situation. Dieses offenbart schon auf den ersten Blick deutliche Veränderungen hin zum Besseren, gemäß dem Ziel der Maßnahme: mehr Platz und vor allem mehr Sicherheit für die vielen Studierenden, die am ZOB ein- bzw. umsteigen. Der „fliegende“ Wechsel von der Bahn auf den Bus ist nun problemlos und bequem durch die Neugestaltung des Bereichs vor dem Bahnhofsgebäude möglich.

Leichteres Ein- und Aussteigen

Manches offenbart sich erst durch Hinweise des Fachmanns: So merkte Gerhard Bettermann lobend an, dass die Stadt Siegen durch den Einbau des sogenannten Kasseler Bords den Busfahrern ermögliche, direkt an die Kante des Bussteigs heranzufahren, ohne Gefahr zu laufen, ihr Fahrzeug zu beschädigen. Die Fahrgäste profitieren, indem sie leichter ein- und aussteigen können. Neben dem praktischen Nutzen macht sich das weiße Bord auch optisch gut im Zusammenspiel mit dem anthrazitfarbenen Pflaster.

Gleiches gilt für die beiden neuen gläsernen Wartehallen, den größten im Stadtgebiet, die den Fahrgästen beim Warten auf den Bus Schutz vor „Siegerländer Wetter“ gewähren. Komplettiert wird der Bereich durch neue taktile Leitlinien für Blinde und Sehgeschädigte.

Nachdem der erste (Sonder-)Bus den neuen Bussteig verlassen hatte, warf Bauleiter Benjamin Hinkel schon einen Blick nach vorn, Richtung zweiter Bauabschnitt: Letztlich soll das Areal durch die Umgestaltung nämlich auch als Zwischenlösung während des zweiten Bauabschnittes genutzt werden können bzw. als Ersatz dienen. Im Sommer 2015 starten dann die Arbeiten am eigentlichen ZOB (vier Bussteige) sowie an der Busspur an der Weidenauer Straße Richtung Siegen.

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